News und Berichte der Kanzlei Göddecke zum Thema: MWB Vermögensverwaltungs AG

MWB Vermoegensverwaltung fuer den Mittelstand AG Zuerich: Belastende Vorwuerfe in der Schweizer Presse.


Die MWB Vermoegensverwaltung aus Zuerich (MWB) war wieder einmal in der Schweizer Tagespresse. Der Tagesanzeiger vom 21.07.2006 titelte: Zwielichtiges vom Zuericher Finanzplatz. Der Vorwurf lautet: Anleger wurden mit falschen Garantien gelockt und erlitten hohe Verluste.

Diese Inhalte sind nur einem begrenzten Userkreis vorbehalten.
Informationen dazu erhalten Sie unter info@kapital-rechtinfo.de oder >>hier

Sollten Sie bereits einen entsprechendes Passwort und einen Usernamen haben, können sie sich über den folgenden Link einloggen und die hinterlegten Inhalte nutzen:

:: zum Volltextzugang

KRI-Artikel-Link |

Vermögensverwalter stehen im Feuer der Kritik: Unabhängige Treuhänder oder eigennützige Provisionenschinder?


Die Vermögensverwaltung galt bislang als Königsdisziplin der Finanzdienstleistungen. Nicht nur, weil die Vermögensverwaltung lange Zeit nur kapitalkräftigen Anlegern zur Verfügung stand. Die Anforderungen an Vermögensverwalter sind sehr hoch, so dass sich viele Vermögensverwalter gleichfalls fürstlich honorieren lassen. Nun steht das Honorar auf dem Prüfstand, vor allem, wenn es sich überraschend verdoppelt.

Naturgemäß ist jeder Anleger um sein Vermögen besorgt. Daher ist es gut verständlich, wenn es ihn einige Überwindung kostet, sein Vermögen einem Vermögensverwalter anzuvertrauen. Dieser ist zwar verpflichtet, dass Vermögen ausschließlich im Interesse des Auftraggebers zu verwalten. Die Bewährung erfolgt jedoch regelmäßig erst in der Praxis. Und dann ist für den Laien schwierig nachzuvollziehen, ob der schwankende Kapitalmarkt einem einen Strich durch die Rechnung gemacht hat oder ob die fehlenden Resultate schlicht auf einem Unvermögen des Vermögensverwalters beruhen.

 

Viele Freiheiten für den Vermögensverwalter

Die Vermögensverwaltung, bei Wertpapieren auch als Finanzportfolioverwaltung bezeichnet, ist die dauerhafte eigenverantwortliche Verwaltung des Anlegervermögens. Der Vermögensverwalter ist grundsätzlich frei darin, in welcher Art und Weise er das Vermögen des Treugebers verwaltet. Um den Interessen des Auftraggebers aber größtmöglich gerecht zu werden, ist es erforderlich, dass der Auftraggeber mit dem Vermögensverwalter eindeutige Anlagerichtlinien vereinbart, insbesondere über die Risiken und maximalen Verluste, die der Auftraggeber bereit ist einzugehen. Der Vermögensverwalter hat den Auftraggeber hierbei umfassend zu beraten und ihn insbesondere auch über die Kosten zu informieren.

 

Gläserne Taschen gewähren Kontrollmöglichkeiten

Damit der Auftraggeber den Vermögensverwalter kontrollieren kann ist es unumgänglich, dass das gesamte Vertragsverhältnis möglichst transparent ist. Das beinhaltet, dass der Vermögensverwalter in regelmäßigen Abständen umfassend über den Vermögensstand, die getätigten Anlagen und die entstandenen Kosten Rechenschaft ablegt. Ziel ist es, mit möglichst geringen Transaktionskosten eine möglichst große Rendite zu erwirtschaften. Dabei dürfen vereinbarte Risikobeschränkungen oder Verlustschwellen nicht überschritten werden.

Da die Kosten der Vermögensverwaltung die Rendite schmälern, liegt es im ureigensten Interesse des Auftraggebers, diese kontrollieren zu können. Die direkte Vergütung mit dem Vermögensverwalter ist zumeist Verhandlungssache und für den Auftraggeber klar überschaubar. Die Bankgebühren und Transaktionskosten werden von den Auftraggebern aber oft als unveränderbar betrachtet. Was sie oft nicht wissen: Viele Vermögensverwalter erhalten einen Teil dieser Kosten von Banken und Investmentgesellschaften zurück vergütet. Dieses Entgelt vereinnahmen die Vermögensverwalter weit überwiegend als ?zweites Honorar?, obwohl es kraft Gesetzes dem Auftraggeber zusteht. Hierdurch besteht die Gefahr, dass Transaktionen ausschließlich oder weit überwiegend aus Provisionsinteresse getätigt werden.

Sog. Rückvergütungen (Provisionen, Retrozessionen, Kick-Backs) werden nach statischen Erhebungen wohl von über 80 % der Vermögensverwalter einbehalten, obwohl sie mit der Stellung eines unabhängigen Treuhänders nur schwer vereinbar sind. Eine Ausnahme gilt nur dann, wenn der Auftraggeber vollständig über Höhe und Anlass der Rückvergütung informiert ist. Dies ist jedoch so gut wie nie der Fall.

 

Das ?zweite Honorar? gehört dem Investor

Die Problematik hat die deutsche, höchstrichterliche Rechtsprechung längst erkannt und in entsprechenden Klagen umfangreiche Schadensersatz- und Rückabwicklungsansprüche bestätigt. Aufklärungspflichtig ist nicht nur der Vermögensverwalter sondern je nach Fallgestaltung auch die beteiligte Depotbank. Auch in der Schweiz hat jüngst ein Urteil des obersten Gerichts einen Aufruhr in der Branche verursacht. Deutsche und schweizer Vermögensverwalter müssen nun befürchten, dass sie über die Jahre zu Unrecht einbehaltene Rückvergütungen an die Auftraggeber zurückzahlen müssen.

Die Vermögensverwaltung als Königsdisziplin der Finanzdienstleistungen ist für Vermögensverwalter nicht nur sehr werbewirksam sondern auch sehr haftungsträchtig. Höchste Anforderungen werden an Beratung, Information, Risiko- und Kostenkontrolle sowie Rechenschaft gestellt. Bei Pflichtverletzungen macht sich der Verwalter schadensersatzpflichtig. Je nach Art der Pflichtverletzung kann sogar das gesamte Vertragsverhältnis zurück abgewickelt werden. Bei begründetem Anlass sollten Anleger daher Pflichtverletzungen ihres Vermögensverwalters rechtlich untersuchen lassen.

 

10. August 2006 (PE)

 

Informationen zu einer raschen und kompetenten Rechtsberatung: www.rechtinfo-rat.de

 

Hinweis auf weitere Dokumente / Berichte auf www.kapital-rechtinfo.de:

 

:: Vermögensverwaltung: Ein Urteil des eidgenössischen Bundesgerichts erschüttert die Schweizer Finanzbranche

 

:: ?Schmiergelder? für Vermögensverwalter?

 

:: MWB Vermögensverwaltung AG für den Mittelstand, Zürich / Appenzell:

Vermögensverwaltung mit Geld-weg-Garantie?

 


KRI-Artikel-Link | Volltext als

MWB Vermögensverwaltung Laut dem Handelsblatt fallen Kleinanleger betruegerischen Finanzhaeusern immer wieder zum Opfer


Die Warnzeichen unserioeser Finanzunternehmen sind immer aehnlich. Zurueck bleiben die geprellten Anleger, die um ihre Geld bangen muessen. Die MWB Vermoegensverwaltung aus Zuerich als Beispiel.

In der Rubrik ?Bulle & Bär? veröffentlichte das Handelsblatt am 14.07.2006 einen Bericht über die typischen Anzeichen unseriöser Finanzdienstleister, wie die MWB Vermögensverwaltung aus Zürich.

In Zürich ist die MWB nicht sonderlich bekannt, denn das Hauptgeschäft der MWB liegt in Deutschland. Mittels Call-Center und Vertriebsmitarbeiter, die zu Hause oder im Büro potentielle Kunden aufsuchten, hat die MWB ihren Kundenstamm vor allem auch bei deutschen Mittelständlern erheblich ausgebaut. Versprochen wurden Depotrahmen, die die Anleger über Jahre ausschöpfen konnten. Das Geld wanderte jedoch ohne Kenntnis der Anleger in Lebensversicherungsverträgen und in hochriskante Kreditgeschäfte, zu saftigen Abschlussgebühren und Agien, die für Jahrzehnte im Voraus erhoben wurden.

 

Eine unaufgeforderte Kontaktaufnahme seitens Call-Center und Vertrieblern ist von vorneherein unseriös, denn diese Form der Akquise ist für Finanzdienstleister verboten. Wird Zeitdruck seitens der Berater erzeugt, ist dies erst Recht suspekt. Werden ständig neue Papiere zur Unterschrift vorgelegt, sollten Anleger hellhörig werden und diese immer sorgfältig prüfen. Einen Finanzberater zu konsultieren ist wichtig, doch sollten dessen Aussagen immer kritisch hinterfragt werden.

 

Stellungnahme der Kanzlei Göddecke

Das Handelsblatt listet die größten Gefahren auf, unseriösen Finanzdienstleistern zum Opfer zu fallen. Die Warnungen schützen aber nicht davor, Betrügern in die Hände zu fallen. Dann hilft nur noch der Weg zum spezialisierten Anlegerschutzanwalt und zur Staatsanwaltschaft. Gegen die MWB Vermögensverwaltung hat die Kanzlei GÖDDECKE bereits Klagen eingereicht.

 

Quelle: Handelsblatt, Rubrik Bulle & Bär, ?Betrüger (in der Schweiz) am Werk? vom 14.07.2006.

 

20. Juli 2006 (PE)


KRI-Artikel-Link | Volltext als

MWB Vermögensverwaltung AG für den Mittelstand: Undurchsichtige Rolle von Appenzeller CVP-Vertretern


Sonntagszeitung berichtet von Spitzenpolitikern, Schwarzgeldern und Staatsanwälten


KRI-Artikel-Link |

MWB Vermögensverwaltung AG für den Mittelstand: Bericht über in die Schlagzeilen gekommene Vermögensverwaltungsgesellschaft in Schweizerischer Presse


Im Internet berichtet www.20minuten.ch am 26. März 2006 über MWB unter der Überschrift: Umstrittene Firma zügelte unter Metzler ins Appenzell


KRI-Artikel-Link |

MWB Vermögensverwaltung AG für den Mittelstand: Schweizer Fernsehen berichte-te am 21. Dezember 2005


Im Schweizer Fernsehen wurde in der Sendung 10 vor 10 kurz vor Weihnachten über das Geschäftsverhalten der MWB berichtet. Mit dem Titel ?Deutsches Steuerfluchtgeld: Schmuggel in die Schweiz? sind Bilder von der Zusammenarbeit der MWB mit Deutschen Firmen und Anlegern gesendet worden.

Mit der Feststellung, dass die Schweiz ein Paradies für deutsche Staatsbürger sei, die ihr Geld dem Zugriff der Steuerbehörden entziehen wollen, wurde der Beitrag am 21. Dezember 2005 anmoderiert. ?150 Milliarden Euro Schwarzgeld aus Deutschland sollen laut deutschen Experten in Schweizer Depots liegen. Beim Schmuggel in die Schweiz arbeiten Deutsche Firmen mit Schweizer Firmen zusammen. Nun packen Insider aus.?

 

In dem Filmbeitrag wurden Szenen aus der Sendung des ZDF-Magazins Frontal vom 06. Dezember 2005 eingeblendet; über diese Sendung ist  bereits auf www.kapital-rechtinfo.de berichtet worden. Einzelheiten wurden aus einem Vertrag veröffentlicht, der ? wie das Schweizer Fernsehen erklärt ? zwischen der MWB und der Essener CT Marketing & Consulting GmbH (CT) abgeschlossen sein soll; hiernach sollen an die Deutsche Firma CT zur Werbung von Anlegern monatlich Euro 350.000,00 geflossen sein. Die MWB liess dazu erklären, dass sie heute nicht mehr mit dem Unternehmen CT zusammenarbeiten würde.

 

Die Züricher Staatsanwaltschaft hat ?eine Akte zur MWB eröffnet? und wird weiter ermitteln. Bei der Ermittlungsbehörde sei man ? dem Fernsehbericht zufolge ? auf Amtshilfeanfragen aus Deutschland eingerichtet. Dabei dürfte es wohl problematisch sein, ob die schweizerischen Ermittler in Steuerstrafsachen helfen könnten, wie es Staatsanwalt Ivo Happler im Interview ausspricht.

 

Dieses sollte nach einem Beitrag im HANDELSBLATT vom 08. Juni 2005 Steuersünder nicht unbedingt in Sicherheit wiegen lassen, da oftmals den deutschen Zollbeamten Kontounterlagen und weitere aufschlussreiche Nachweise über Geldanlagen in der Schweiz bei den Kontrollen in die Hände fallen. ? Alles Material, das an die zuständigen Finanzämter weitergeleitet wird.

 

Der Umfang der Bargeldflüsse in die Schweiz ist nicht gerade gering: So gibt Jürgen Meyer vom Zollkommissariat in Lörrach an, dass man ca. Euro 100.000.000,00 jährlich an den Grenzen zur Schweiz durch die Zollbehörden einsammeln würde.

 

Quelle:  Beitrag des Schweizer Fernsehen vom 21. Dez. 2005

            HANDELSBLATT vom 08. Juni 2005 / S. 7

 

23. Dezember 2003 (HG)


KRI-Artikel-Link | Volltext als

MWB Vermögensverwaltung AG für den Mittelstand: Kunden der Essener Vermittlerfirma CT Consulting und Marketing GmbH unter Strafverdacht?


Der Vorwurf der Ermittler dürfte sich auf Steuerdelikte bzw. Beihilfeleistungen beziehen. Dieses war Grund für einen Hausbesuch Anfang Dezember 2005 bei dem Essener Unternehmen. Das ZDF-Magazin FRONTAL 21 berichtete, dass es um Tausende von Steuerflüchtigen gehen solle.

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft Essen, Oberstaatsanwalt Wilhelm Kassenböhmer, war Ziel der Durchsuchung, Geschäftsunterlagen sicherzustellen. Diese sollten dazu dienen, um Informationen über den Kundenstamm und deren Steuerehrlichkeit zu erhalten. Nach Recherchen des Fernsehmagazins FRONTAL 21 sollen von der Vertriebsfirma CT Consulting und Marketing GmbH (CT) vor allem Handwerker und Mittelständler auf eine Anlage bei der MWB in der Schweiz angesprochen worden sein.

 

Wie die Journalisten herausgefunden haben, sind unter anderem zu überhöhten Gebühren simple Lebensversicherungen von der MWB verkauft worden. Der Vorteil für die MWB: Sie soll sowohl bei den Kunden gut kassiert und gleichzeitig Provisionen von der Schweizerischen Versicherungsgesellschaft erhalten haben. Hinter dieser Fassade ließ sich nach Ansicht der vom Fernsehen interviewten Person ?gut? Geld von ?steuerkontaminiert? in ?steuersteril? wandeln. Dass die MWB in diesem Zusammenhang auch den erforderlichen Bargeldtransport organisierte, wurde von den Journalisten bereits im Sommer 2005 veröffentlicht.

 

Stellungnahme der Kanzlei Göddecke

 

Viele Betroffene, die mit der Essener Firma sichere Geschäfte in der Schweiz machen wollten, dürften jetzt für ihren eigenen Leumund ein sehr unsicheres Gefühl haben; daneben dürfte sich wohl auch die unbestimmte Ahnung einstellen, dass es mit dem sicher geglaubten Vermögen in der Schweiz vielleicht nicht so weit her sein könnte.

 

Die Kanzlei Göddecke rät Betroffenen dringend, kurzfristig einen auf Steuerrecht spezialisierten Berater zu konsultieren, um die Untiefen auszuloten. Dabei kann es aus verschiedenen Gründen sinnvoll sein, den Rat nicht (nur) bei seinem bisherigen steuerlichen Berater einzuholen.

 

15. Dezember 2005 (HG)

 

Hinweis auf weitere Dokumente / Berichte auf www.kapital-rechtinfo.de:

 

:: Geldwäsche: Durchsuchungen wegen illegaler Geschäfte in Deutschland  und der Schweiz


KRI-Artikel-Link | Volltext als

MWB Vermögensverwaltung AG für den Mittelstand: Hilfe zu Steuerdelikten? ? ZDF-Sendung FRONTAL berichtet über ?Bargeldservice?


In der Sendung ZDF-FRONTAL ist am 26. Juli 2005 kritisch über die MWB und deren Zusammenspiel mit der Credit Suisse berichtet worden. Etwa 35.000 Personen sollen nach ZDF-Informationen auf der Kundenliste der MWB stehen. Ein Teil der Kunden dürfte jetzt mit Bangen nach Zürich in die Dufourstraße ? dem Sitz der MWB ? blicken.

Mangelndes Prüfen der Unterlagen über die Person des Geldanlegers ? so genannte ?Legitimationsprüfung? ? lautet der Vorwurf, den ein ZDF-Fernsehteam gegenüber Mitarbeitern der MWB erhebt. Jedermann könne faktisch auf diese Weise in Deutschland durch einen MWB-Mitarbeiter in der Schweiz ein Konto eröffnen, ohne sich gesetzeskonform ausweisen müssen. Sowohl die MWB als auch die dahinter stehende Bank würden von dieser mangelnden Prüfungspraxis vermutlich wissen, so das Fazit des Berichts der Journalisten

 

Dazu kommentiert der Berliner Rechtsprofessor Dr. Hans-Peter Schwintowski in der Sendung, dass er den Eindruck habe, der MWB-Mitarbeiter aus dem vorgeführten Einzelbeispiel würde gegen deutsches und schweizerisches Recht verstoßen; denn er verletze unter anderem das Geldwäschereigesetz. Nach Meinung von Experten seien auch andere Gesetzeskonflikte bei mangelnder Legitimationsprüfung zu vermuten. Sollte sich der von Prof. Dr. Schwintowski vorsichtig geäußerte Verdacht einer Steuerstraftat erhärten, dürften wohl nicht nur illegal tätig gewordene Geldanleger sondern auch die Mitarbeiter der MWB eine Fülle von Problemen auf sich zukommen sehen.

 

Damit ist die MWB wiederholt ins Interesse deutscher Medien gelangt, nachdem von Seiten Anleger schützender Presse der Vorwurf von wirtschaftlich wenig sinnvollen Kapitalanlagen und von überhöhten Gebühren die Rede war.

 

Das Finanzministerium fordert ein verschärftes Vorgehen von Seiten der schweizerischen Aufsichtsgremien.

 

Stellungnahme der Kanzlei Göddecke

 

Viele Anleger, die ihr Vermögen in sicherer Hand wähnten und dem deutschen Fiskus gegenüber unnahbar, sehen sich jetzt zum Handeln gezwungen. Ob der Weg über die Selbstanzeige und Nachversteuerung sinnvoll ist, muss jetzt von allen überlegt werden, die bislang etwas vor dem deutschen Staat verborgen hatten. Auch wird man fragen müssen, ob das Geld wirklich gut und sicher über die MWB angelegt worden ist. Ob die Schließung der MWB drohen kann, wenn die Forderung des Bundesfinanzministeriums von Seiten der Schweiz ernst genommen wird, kann z. Zt. jedenfalls nicht bestätigt werden.

 

Wann erste strafrechtliche Ermittlungen in diesem Zusammenhang öffentlich werden, dürfte angesichts der Fakten wohl nur eine Frage der Zeit sein.

 

Quelle: ZDF FRONTAL, Sendung vom 26. Juli 2005

http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/24/0,3672,2343000,00.html

als Video: http://wstreaming.zdf.de/zdf/300/050726_f21_1.asx

 

27. Juli 2005 (HG)


KRI-Artikel-Link | Volltext als

MWB Vermögensverwaltung AG für den Mittelstand, Zürich / Appenzell: Vermögensverwaltung mit Geld-weg-Garantie?


Die MWB befindet sich bereits seit einiger Zeit mit ihren Angeboten im kritischen Licht, gefolgt von Warnhinweisen einschlägiger Branchendienste. Der Kanzlei Göddecke liegt jetzt ein Fall vor, in dem zur Verwaltung übergebenes Geld in nicht mehr nachvollziehbare Kanäle geflossen ist.

Die 1980 gegründete MWB rühmt sich, im Finanzzentrum der sicheren Schweiz zu liegen. Sie löst mit ihren Vorschlägen über ?strukturierte Vermögensanlagen? hohe Erwartungen an gute Renditen aus. Zu den Vertragspartnern des Anlageunternehmens gehören zunächst seriös klingende Namen wie Dexia, Credit Suisse (CS) oder Generali. Beim genauen Hinsehen fällt auf, dass z. B. bei der Credit Suisse eindeutig der Lack ab ist, weil sie in Deutschland unrühmlich Flops des grauen Kapitalmarktes empfohlen hat. Der Informationsdienst DFI-Gerlach REPORT Ende 2003 erklärt ganz offen: ?Schließlich hat die CS-Gruppe einen bemerkenswert negativen Track-Record: 1999 führten illegale Aktivitäten am Rande offener Kriminalität zum Entzug von Banklizenzen in Japan.?

 

Auch viele Geldgeber aus Deutschland vertrauen der Vermögensverwaltung in der eidgenössischen Schweiz. Sicher geglaubte Vermögenswerte gingen jetzt für ein Ehepaar, das einen namhaften Betrag in Händen von seriösen Vermögensverwaltern wähnte, zu Bruch und zerplatzten wie eine Seifenblase. Während ein Teilbetrag ? wie sich beim Nachrechnen herausstellte ? zu einem nur sehr mäßigen Ertrag führte, verschwand die zweite Hälfte des Geldes auf ungeklärte Weise. Ein schwerer Schlag für dieses Ehepaar, das als Selbständige einen Teil ihrer Rente auf diese Weise kalkuliert hatten.

 

Die MWB verspricht ihren Kunden bei Zinsdifferenzgeschäften, die zusammen mit der Credit Suisse durchgeführt werden, einen mehrfachen Hebel. Und so soll der Deal ? vereinfacht dargestellt ? funktionieren: Ein in der Regel sehr hoher Geldbetrag wird in Wertpapieren angelegt, die als Sicherheit für einen Kredit von eben der gleichen Bank dienen sollen. Vom aufgenommenen Geld werden wiederum Wertpapiere gekauft, die ihrerseits als Sicherheit für einen weiteren Kredit dienen. Dieses Vermehrungsspiel wiederholt sich mehrmals.

 

In den Rechenbeispielen des Unternehmens wird teilweise bis zum 4,7-fachen Faktor gehebelt. Das Risiko der Anlage: hohe Vermittlungsgebühren, Währungsverluste, Zinserhöhungen und Kursrisiken ? denn keinesfalls ist die Rückzahlung zum Kaufpreis sichergestellt. Der Hebel wird bei realisiertem Risiko dem Anleger förmlich aus der Hand gerissen und erweist sich als gefährlicher, unkalkulierbarer Bumerang.

 

Nach Ansicht der Kanzlei Göddecke krankt das Konzept zur wundersamen Vermögensmehrung außerdem an einer Reihe von rechtlichen Fehlern, die den gewünschten Ausstieg für den Kapitalgeber möglich machen sollten.

 

Neben Medien im Finanzbereich berichtet auch Tagespresse über Hintergründe und Details der MWB.

 

 

17. Februar 2005 (HG)


KRI-Artikel-Link | Volltext als

zurück | weiter