News und Berichte der Kanzlei Göddecke zum Thema: MWB Vermögensverwaltungs AG

MWB Vermögensverwaltung für den Mittelstand: Deutsche Anleger kein Freiwild für Schweizer Finanzhaie


Die MWB Vermögensverwaltung AG aus der Schweiz wurde erneut von einem deutschen Gericht zu Schadensersatz verurteilt. Das Urteil zeigt, wie sich Anleger in Deutschland gegen unseriöse Finanzdienstleister aus dem Ausland wehren können.

Siegburg, 24. Juli 2007. Das deutsche Anlegerrecht schützt auch Investoren, die sich hierzulande auf unseriöse Vermögensverwalter aus dem Ausland eingelassen haben. Das erklärt die Kanzlei Göddecke Rechtsanwälte aus Siegburg mit Bezug auf ein Urteil aus Dresden. Dort hat das Oberlandesgericht (OLG) die Schweizer MWB Vermögensverwaltung AG Ende Juni zu rund 30.000 Euro Schadensersatz verurteilt. Die Begründung: ?Die MWB hat in Deutschland systematisch Kunden akquiriert, ohne über die dafür nötige Genehmigung der Finanzaufsichtbehörde zu verfügen?, erklärt Rechtsanwalt Patrick Elixmann. Die Kanzlei Göddecke hat im Urteilsfall einem von MWB geschädigten Optiker aus der Nähe von Leipzig zu seinem Recht verholfen.

 

Das Urteil des OLG Dresden ist ein Meilenstein für den Verbraucherschutz. ?Von dieser Entscheidung profitieren alle Anleger, die in Deutschland von einem unseriösen Finanzdienstleister mit Sitz im Ausland umworben und über den Tisch gezogen wurden?, erklärt Elixmann. Allein auf die MWB haben sich in Deutschland bis zu 35.000 Kunden eingelassen, schätzen die Dresdner Richter in ihrem Urteil. Doch die MWB ist kein Einzelfall. Auf ähnliche Weise buhlen etwa die Swiss Financial Partners AG aus Zug oder die Züricher Limmat Consulting AG in Deutschland um Kundschaft. Die Capital Asset Management AG lauert in Laufenburg ?unmittelbar an der deutschen Grenze?, so die Eigenwerbung.

 

?Die Rechtsprechung ändert sich zu Gunsten der Verbraucher?

Lange konnten sich Unternehmen wie die MWB darauf verlassen, dass Schadensersatzklagen von deutschen Gerichten abgeschmettert wurden. Die Richter hielten sich schlicht für nicht zuständig, wenn es um ausländische Finanzdienstleister ohne deutsche Filialen ging. Ein Irrtum mit fatalen Auswirkungen. So konnten windige Finanzjongleure den Anlegerschutz in Deutschland leicht aushebeln, indem sie sich hinter die Staatsgrenze zurückzogen und ihre Geschäfte mit deutschen Anlegern von der Schweiz, Liechtenstein oder Luxemburg aus betrieben.

 

Das Dresdner Urteil zeigt: ?Die Rechtsprechung ändert sich zu Gunsten der Verbraucher?, freut sich Anwalt Elixmann über seinen dritten Erfolg gegen die MWB vor einem deutschen Gericht. Die Schweizer Vermögensverwalter wurden zuvor schon vom Landgericht Leipzig als Vorinstanz in der gleichen Sache und Ende Mai in einem weiteren Fall vom Landgericht Bonn zu gut 41.000 Euro Schadensersatz plus Zinsen verurteilt.

 

Das neue Selbstbewusstsein deutscher Richter bekamen auch andere ausländische Geschäftemacher zu spüren. So verurteilte beispielsweise das Landgericht Duisburg ein Luxemburger Unternehmen wegen Finanzwilderei in deutschen Landen zu Schadensersatz. Der Fidium AG aus dem Kanton St. Gallen erteilte wiederum das Verwaltungsgericht Frankfurt am Main im Juli eine Lektion. Zuvor hatte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) dem Schweizer Kreditvermittler die Geschäfte mit Bundesbürgern verboten.

 

?Beim juristischen Heimspiel haben Anleger größere Chancen?

Die gegen MWB ergangenen Urteile bestätigen die juristische Klagestrategie der Kanzlei Göddecke. Im Kern ging es vor Gericht um drei grundsätzliche Rechtsfragen, an denen die Schadensersatzklagen deutscher Verbraucher gegen ausländische Finanzdienstleister früher meist scheiterten:

1. Sind deutsche Gerichte für Schadensersatzklagen gegen die MWB zuständig, obwohl das Unternehmen keine Filialen in Deutschland unterhält?

2. Welches Recht ist anzuwenden: das Deutsche oder Schweizer Recht?

3. Bedürfen Unternehmen mit Sitz im Ausland der Genehmigung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), bevor sie in Deutschland akquirieren dürfen?

 

Alle drei Fragen wurden von den Richtern einhellig mit ?Ja? beantwortet. Dabei bezogen sie sich unter anderem auf das Lugano-Übereinkommen. Demzufolge haben Verbraucher in grenzüberschreitenden Rechtsfällen beim Gerichtsort die freie Wahl zwischen ihrem Wohnsitzstaat und dem ihres Vertragspartners.

 

Die Frage nach dem anzuwendenden Recht beantworteten die Richter mit der Tatortregel. Demnach gilt ? grob vereinfacht ? das Recht desjenigen Staates, in dem auch die Rechtsverletzung statt gefunden hat. Für die Richter am OLG Dresden lag der Sachverhalt klar auf der Hand: ?Das maßgeblich inkriminierte Verhalten der Beklagten hat in Deutschland statt gefunden?, heißt es im Urteil. Folglich war der Streitfall auch nach deutschem Recht zu entscheiden. Daran änderten selbst die Vertragsklauseln und Allgemeinen Geschäftsbedingungen nichts, mit denen MWB die Stadt Zürich als Gerichtsort und das Schweizer Recht als maßgeblich festzuschreiben versucht.

 

Rechtsanwalt Elixmann rät deutschen Anlegern, die sich gegen MWB wehren wollen, schon aus prozesstaktischen Gründen zu einer Klage in Deutschland. ?Das ist in etwa so wie beim Fußball: bei einem Heimspiel hat man die besseren Chancen?, erklärt der Siegburger Jurist. Zwar bietet die MWB aufgrund der unseriösen Geschäftsmethoden auch für Schadensersatzklagen in der Schweiz genügend Angriffsfläche. Doch die Schweizer verfügen im Gegensatz zu Deutschland nicht über ein vergleichbar anlegerfreundliches Aufsichtsrecht für Finanzdienstleister. Genau das spielte aber für die Prozesserfolge der Kanzlei Göddecke gegen die MWB eine wichtige Rolle.

 

?Auf Basis des deutschen Aufsichtsrechts lässt sich leicht klagen?

Das Kreditwesengesetz (KWG) fordert von allen Anbietern, die in Deutschland gewerbsmäßig Bank- oder Finanzdienstleistungen erbringen wollen, eine schriftliche Erlaubnis durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Gegen diese Vorgabe hat die MWB systematisch verstoßen. ?Das schweizer Unternehmen hat in Deutschland nachweislich das Geschäft der Finanzportfolioverwaltung betrieben, ohne über die erforderliche Genehmigung der BaFin zu verfügen?, erklärt Rechtsexperte Elixmann.

 

Auf dieser Basis lässt sich als Kunde leicht klagen. Denn die Gerichte gehen bei genehmigungspflichtigen Finanzdienstleistungen regelmäßig davon aus, dass Verbraucher nicht zu Kunden eines Finanzdienstleisters werden, wenn sie vor Vertragsabschluss erfahren, dass dem Anbieter der behördliche Segen durch das Aufsichtsamt fehlt. Ohne den Verstoß der Beklagten gegen das Schutzgesetz wäre es nicht zum Abschluss der Verträge gekommen, urteilten die Dresdner Richter zu Gunsten des geschädigten Optikers aus dem Raum Leipzig.

 

Das OLG Dresden hat auch festgestellt, dass die Genehmigungspflicht nicht nur für Anbieter aus dem Inland oder ausländische Anbieter mit deutschen Filialen gilt, sondern auch für Unternehmen, die wie MWB vom Ausland aus über Anleger in Deutschland herfallen. Die Begründung ergibt sich schon aus dem Zweck der Vorschrift: Wenn die Genehmigungspflicht im Inland vor unseriösen Anbietern schützen soll, muss sie nach Ansicht der Dresdner Richter auch dann zum Tragen kommen, ?wenn ein Auslandsunternehmen aktiv den inländischen Markt betritt und unaufgefordert Kunden für Bankgeschäfte oder Finanzdienstleistungen zu gewinnen versucht.?

 

Genau das hat die MWB getan: Kunden in der Bundesrepublik systematisch und unaufgefordert angesprochen und ihnen Vertreterbesuche aufgeschwatzt. Deshalb konnte sich die MWB vor Gericht auch nicht mit der Behauptung herausreden, das Kreditwesengesetz habe für das Unternehmen aus der Schweiz keine Bedeutung. Die Dresdner Richter zeigten sich auch nicht davon beeindruckt, dass die MWB die Kunden zur Vertragsunterschrift in der Schweiz antanzen ließ. Darauf kam es letztlich nicht an. Denn sowohl die Kontaktanbahnung als auch die Beratungsgespräche fanden in Deutschland statt.

 

?Bei der MWB geriet schon die Kontaktanbahnung zum Tabubruch?

Das Unternehmen MWB ist Verbraucherschützern seit langem ein Dorn im Auge. Akribisch sammelt die Detektei Fuchsgruber aus Ottweiler seit Jahren Beweismaterial und unterstützt damit die ?Aktionsgemeinschaft MWB-Anleger?, in der sich mehr als 100 geschädigte Bundesbürger im Kollektiv gegen die Abzocker aus dem Alpenland wehren.

 

Aus gutem Grund. Denn die Geschäftspraktiken der MWB sind alles andere als seriös. Schon die Kontaktanbahnung geriet regelmäßig zum rechtswidrigen Tabubruch. Um die Vertreterbesuche aus der Schweiz anzukündigen, engagierte die MWB in Deutschland eigens ein Call-center, das potenzielle Kunden nach dem Motto ?Trial and Error? anrief. Cold-calls heißt diese Kaltakquise via Telefon. In Deutschland ist so etwas verboten.

 

Die Liste mit beklagenswerten Tatbeständen ist lang. ?Die MWB hat sich mit irreführender Beratung, Gebührenschinderei und der Unterschlagung von Provisionen schuldig gemacht?, sagt Elixmann. Statt der versprochenen Vermögensverwaltung wurde den Kunden in Wahrheit meist nur eine verkappte Kapitallebensversicherung untergejubelt. Diese Mogelpackung wurde als ?Schweizer Sicherheitspaket? oder ?Schweizer Vermögensaufbauprogramm? getarnt. Um so überraschter waren die Kunden, als sie später feststellen mussten, dass sie ihr Kapital in ein Fass ohne Boden geworfen hatten und aus den Verträgen nur mit Totalverlust herauskamen.

 

Dafür hat sich die MWB selbst am Kundenvermögen großzügig bedient: Ein Agio in Höhe von fünf Prozent zu Vertragsbeginn, dazu eine saftige Auslandsbearbeitungsgebühr plus die laufenden Gebühren für die Vermögensverwaltung. Obendrein ließ sich die MWB auch noch von der Versicherungsgesellschaft für die Vermittlung neuer Kunden bezahlen. Dass Vermögensverwalter solche Kickback-Zahlungen selbst nach Schweizer Recht nicht in die eigene Tasche stecken dürfen, hat bei MWB offenbar niemanden gestört. Man fühlte sich eben sicher hinter der Grenze. Die Kunden waren weit weg und wussten wenig. ?Unsere Mandanten erhielten nicht einmal die Information, was mit ihrem Geld passierte?, berichtet Elixmann. Am Ende zeigt sich, dass sich die Geschäftemacher von MWB doch etwas überschätzt haben. Die Kanzlei Göddecke hofft jedenfalls, dass das Dresdner Urteil Schule macht.

 

Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig. Rechtsanwalt Elixmann hätte nichts dagegen, wenn die Gegenseite Revision einlegen würde. ?Dann könnten wir die Rechtsfrage endlich vor dem Bundesgerichtshof klären,? rechnet Elixmann mit einem Erfolg in dritter Runde. Ob es dazu kommt, bleibt vorerst unklar. Von der Gegenseite ist bisher nur eines durchgesickert: MWBs Anwälte in Deutschland haben in diesem Fall das Handtuch geschmissen.

 

24. Juli 2007 (PE)

 

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MWB Vermögensverwaltung AG für den Mittelstand: Weiteres obsiegendes Urteil von der KANZLEI GÖDDECKE erstritten


Ein weiteres Mal ist die in Zürich und Appenzell ansässige MWB Vermögensverwaltung vor einem deutschen Gericht unterlegen. Dem Kunden wurde die Rückzahlung sämtlicher angelegter Beträge einschließlich entgangenen Gewinns zugesprochen.

Wiederholt konnte die KANZLEI GÖDDECKE die Ansprüche eines MWB-Geschädigten erfolgreich vor Gericht durchsetzen. Entgegen der Ansicht der MWB Vermögensverwaltung hat sich das angerufen Gericht für den Rechtsstreit für zuständig angesehen. Der MWB konnte im Rahmen des Rechtsstreits eine Vielzahl von Pflichtverletzungen vorgeworfen und nachgewiesen werden. Aufgrund dessen wurde dem Kläger Schadensersatz in voller Höhe einschließlich entgangenen Gewinns zugesprochen. Die Kosten des Rechtsstreits wurden - wie beantragt - der MWB Vermögensverwaltung auferlegt.

 

Das Geschäftskonzept der MWB Vermögensverwaltung für den Mittelstand (MWB) bestand und besteht darin, von der Schweiz aus Aquise bei in Deutschland lebenden Kleinanlegern und Mittelständler zu betreiben. Der Erstkontakt fand in der Regel über ein in Deutschland betriebenes Call-Center statt. Bei Interesse kam es dann zu Haus- oder Geschäftsbesuchen von Vertriebsmitarbeitern der MWB in Deutschland. Das Vermögensverwaltungskonzept wurde als eine einmalige Chance beworben, in den Genuss einer hochkarätigen Schweizer Vermögensverwaltung auch für vergleichsweise kleine Summen zu kommen und überzeugte viele Anleger sofort. Die MWB soll auf diese Weise zwischen 20.000 und 25.000 Kunden in Deutschland geworben haben.

 

Für viele Kunden kam aber bereits nach kurzer Zeit das böse Erwachen. Eine positive Rendite erbrachte das Anlagekonzept nicht. Vielmehr wurde durch die extrem hohe Kostenbelastung gleich mit Beginn des Konzeptes ein großer Vermögensschwund festgestellt. Der unzufriedene Kläger fand sich damit nicht ab und klagte erfolgreich gegen die MWB Vermögensverwaltung.

 

 

Stellungnahme der Kanzlei Göddecke

Das Urteil ist ein weiterer Erfolg der KANZLEI GÖDDECKE gegen die MWB Vermögensverwaltung. Das Anlagekonzept der MWB war bewusst so konzipiert, dem Anleger die Durchsetzung seiner Rechte zu erschweren. Wie das vorliegende Verfahren zeigt, hatte die MWB hiermit aber letztendlich nachweisbar keinen Erfolg.

 

Quelle: Kanzlei Göddecke (Urteil bislang nicht rechtskräftig)

 

22.06.2007 (PE)

 

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MWB Vermögensverwaltung AG für den Mittelstand, Zürich / Appenzell: Vermögensverwaltung mit Geld-weg-Garantie?


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Vermögensverwalter: ?Selbst angesehene Institute bereichern sich auf Kosten ihrer Klientel.?


Ein Verbrauchertest der Zeitschrift Capital vom 12. April 2007 ergab, dass vermögende Privatkunden bei renommierten Vermögensverwaltern oft weit weniger gut aufgehoben sind, als sie glauben.

Die Zeitschrift Capital hat 20 Vermögensverwalter im Hinblick auf die Qualität der empfohlenen Depotstruktur und die Kostenbelastung hin getestet. Bei der Kostenbelastung wurde neben den Gesamtkosten auch geprüft, welche Kosten dem Kunden offen ausgewiesen und welche Kosten verdeckt erhoben werden.

 

Das Ergebnis viel ernüchternd aus. Trotz für Banken interessanter Anlagesummen fiel die Beratung teilweise unfreundlich und inkompetent aus. Nach dem Ergebnis der testenden Fachleute waren einige Empfehlungen ihr Geld eindeutig nicht wert. Was noch frappierender war. Keine der getesteten Banken hat ihrem Kunden sämtliche berechneten Kosten vollständig mitgeteilt. Teilweise wurden dem Kunden sogar nur 1/3 der entstandenen Kosten erkennbar offen ausgewiesen. In der Gesamtkostenbelastung unterschieden sich die Bankhäuser erheblich. Der teuerste Vermögensverwalter, der zudem auch noch qualitativ der schlechteste war, war drei mal teuerer als der billigste. Dies war für die Kunden aufgrund hoher Kostenintransparenz aber nicht ersichtlich.

 

Gestestet wurden viele namenhafte Institute aus dem deutschsprachigen Raum. Neben den großen deutschen Banken wie Deutsche Bank, Dresdner Bank und Commerzbank wurden auch kleinere Bankhäuser wie Bankhaus Lampe oder Berenberg Bank überprüft. Auch Schweizer und Österreichische Banken wie Credit Suisse, UBS und Raiffeisenbank Kleinwalsertal wurden im Rahmen der Studie überprüft. Die Studie wurde durch anonyme Testpersonen durchgeführt, deren Ziel es war, einen angeblich geerbten Betrag von 970.000,00 ? anzulegen. Nach einem persönlichen Gespräch mussten die Banken einen konkreten schriftlichen Anlagevorschlag erstellen, der dann hinsichtlich Qualität und Kosten von einem Fachinstitut überprüft wurde.

 

Der Verbrauchertest zeigt, dass die Kunden klar benachteiligt sind. Diese können die Qualität und damit den Wert der angebotenen Leistung kaum prüfen und die Kostenmodelle sind derart intransparent, dass die Kunden gar nicht merken, wie die Banken abkassieren.

 

Stellungnahme der Kanzlei Göddecke

Ohne fachmännische Hilfe besteht für die Kunden im Regelfall kaum eine Chance, der Bank auf die Schliche zu kommen. Wie der Test zeigt, lohnt sich für den Kunden eine Überprüfung der Vertragsbeziehung nicht nur, wenn unerwartete Verluste eingetreten sind. Allein durch intransparente Gebührenmodelle entstehen dem Kunden zu Unrecht Kosten, die die Gesamtrendite der Verwaltung erheblich schmälern. Allein aus diesem Grund ist eine kritische Kontrolle sinnvoll.

 

Quelle: Capital, Heft 09/2007, S. 22 - 33

 

18. April 07 (PE)

 

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:: Vermögensverwalter stehen im Feuer der Kritik: Unabhängige Treuhänder oder eigennützige Provisionenschinder?

 

:: Bundesgerichtshof: Fehlende Aufklärung der Bank über Rückvergütungen beim Fondskauf löst Schadensersatzpflicht der Bank aus.

 

:: Schmiergelder für Vermögensverwalter? Artikel in FACTS 2006.


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Swiss Financial Partners AG: Konkursantrag verunsichert Anleger


Die Vorarlberger Landes- und Hypothekenbank Aktiengesellschaft hat Kunden der Schweizer Vermögensverwaltung Swiss Financial Partners AG (SFP) vom Erlöschen der Verwaltervollmachten informiert. Als Grund nennt die Bank Konkurseröffnung.

Die Swiss Financial Partners AG steht im Feuer der Kritik. Ein von der Vorarlberger Landes- und Hypothekenbank Aktiengesellschaft verschickter Rundbrief vom Januar 2007 teilt den Kunden der SFP mit, dass von nicht weiter benannter Seite Konkursantrag gestellt worden ist, der auch zur Konkurseröffnung führte. Um der SFP den Zugriff auf Vermögenswerte zu verwehren, hat die Bank außerdem darüber informiert, dass die Verwaltervollmachten erloschen seien und die Kunden nunmehr eigenständig über ihre Vermögenswerte verfügen müssen.

 

Die SFP übte Konkurrentenschelte. Es soll sich ihrer Meinung nach um eine haarsträubende Methode der Bank handeln, Kunden abzuwerben. Dass ein Konkursrichter in Zug das Konkursverfahren eröffnet hat, ist jedenfalls Tatsache. Inzwischen konnte die SFP dies jedoch rückgängig machen. Eine Nachfrage beim Konkursamt in Zug ergab, das die SFP Beschwerde gegen die Konkurseröffnung eingelegt hat, die das Gericht positiv beschieden hat.

 

Konkurrentenschelte wird auch gegenüber der MWB Vermögensverwaltung aus Zürich erhoben. Die MWB Vermögensverwaltung, selbst kein unbeschriebenes Blatt am Schweizer Finanzmarkt, soll ebenfalls versucht haben, Kunden abzuwerben. Fraglich ist, ob und wie Kundendaten der SFP an die Konkurrenz gelangt sein können. Recherchen haben ergeben, dass Mitarbeiter der SFP vormals bei der MWB Vermögensverwaltung gearbeitet haben.

 

Stellungnahme der Kanzlei Göddecke

Die Verunsicherung der Anleger ist verständlich, denn letztlich kratzen die Vorwürde an der Vertrauenswürdigkeit der SFP. Die Hintergründe der Insolvenzeröffnung sind nicht klar. Die Methode der SFP, nur auf andere zu zeigen, eignet sich zur Aufklärung kaum.

 

Quelle: Schreiben der Vorarlberger Landes- und Hypothekenbank Aktiengesellschaft vom 22.01.2007

 

27. März 2007 (PE)

 

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Vermögensverwaltung mit Geld-weg-Garantie?

 

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MWB Vermögensverwaltung AG für den Mittelstand: Euro am Sonntag berichtet - ?Ihr Geld ist nicht weg, es hat nur ein anderer?


Die Zeitschrift Euro am Sonntag vom 11.03.2007 berichtet über ausländische Finanzdienstleister, denen deutsche Kunden immer wieder zum Opfer fallen. Die Kunden der Züricher MWB Vermögensverwaltung AG für den Mittelstand (MWB) haben insoweit Glück im Unglück. Sie können gegen die MWB erfolgreich Schadensersatzansprüche durchsetzen.

Kriminelle Finanzdienstleister aus dem Ausland, die es auf das Ersparte deutscher Bürger abgesehen haben, gibt es viele, berichtet die Zeitschrift Euro am Sonntag. Außerbörsliche Beteiligungen, Warentermingeschäfte, Bankgarantien, Schenkkreise, Nigeria-Connection sind nur einige Beispiele. Allen gemeinsam ist jedoch eins: ?Sie wollen alle nur unser Bestes ? unser Geld.?

 

Leider haben Anleger im Schadensfall allzu oft nur wenige Möglichkeiten, ihr Geld von den Verantwortlichen zurückzuholen. Wer will schon in Nigeria oder sonstigen ?Fluchtburgen? klagen. Man kennt weder die Eigenheiten des ausländischen Rechts noch etwaige Erfolgschancen.

 

Auch aus unserem Nachbarland Schweiz kommen Finanzdienstleister mit zweifelhaftem Ruf, was kaum einer ahnt. Wer traut nicht einer seit Jahrzehnten tätigen Vermögensverwaltung am namenhaften Schweizer Finanzstandort. Doch nicht alles ist Gold, was glänzt.

 

Die Kunden der MWB haben insoweit Glück im Unglück. Deren Ausgangslage ist sehr komfortabel. Mittels versierter Rechtsanwälte können sie ihre Schadensersatzansprüche erfolgreich unter dem günstigen deutschen Anlegerschutzrecht geltend machen. Das sahen so auch die deutschen Richter und gaben den MWB-Anlegern bereits recht.

 

Quelle: Euro am Sonntag, Bericht vom 11.03.2007

 

12.03.2007 (PE)

Zum Vollständigen Artikel der Zeitschrift Euro am Sonntag:

 ?Ihr Geld ist nicht weg, es hat nur ein anderer?

 

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MWB Vermögensverwaltung für den Mittelstand: Schweizer Sonntagszeitung über Klageerfolg und das Geschäftsmodell der MWB


Die Schweizer Sonntagszeitung berichtet in ihrer Ausgabe vom 25.02.07 über die Verurteilung der Schweizer MWB Vermögensverwaltung zu Schadensersatz an deutsche Anleger. Das sehr umstrittene Geschäftsmodell der MWB läuft unter dessen weiter.

Die Sonntagszeitung berichtet über das gegen die Schweizer MWB erfolgreich erstrittene Schadensersatzurteil vor deutschen Gerichten. 30.000 Kunden hat die MWB Vermögensverwaltung, so der Rechtsanwalt der MWB. Die Schweizer Sonntagszeitung konnte ehemalige MWB-Mitarbeiter ermitteln. Diese berichten sehr kritisch über die interne Geschäftspraxis der MWB.

 

Die MWB habe bei den Anlagegesprächen bewusst mit dem guten Ruf der Schweiz gespielt, so ein ehemaliger Mitarbeiter zur Sonntagszeitung. Nach der Zahlungen sog. Auslandsgebühren wurden üblicherweise Ansparpläne abgeschlossenen. Diese waren aber nur eine ?Durchlaufmasche?, um weitere Gebühren zu kassieren. Das Vermögen mancher Anleger wurde durch die außerordentlich hohen Gebühren regelrecht dezimiert, so der Mitarbeiter.

 

Das Urteil gibt den Anleger die erkennbare Chance, vor deutschen Gerichten ihre Anlagebeträge zurück zu erhalten. Während die einen schon klagen, werden andere gerade Neukunden oder vollziehen den Wechsel zur AMAS-Bank. Eine Reihe namenhafter Schweizer Banken haben ihre Zusammenarbeit mit der MWB längst eingestellt. Nicht so die AMAS-Bank. Hierzu äußern wollte sich die Bank nicht. Möglicherweise ist ihr schon nach kurzer Zusammenarbeit die Kooperation unangenehm.

 

Stellungnahme der Kanzlei Göddecke

MWB-Anlegern steht der Weg offen, in Deutschland Schadensersatz zu fordern. Erstritten hat das obsiegende Urteil die Kanzlei Göddecke (näheres hier). Die Kosten des Rechtsstreits übernimmt in der Regel eine Rechtschutzversicherung oder unter einer Gewinnbeteiligung auch ein Prozessfinanzierer. Die Kontaktaufnahme zu Prozessfinanzierern erfolgt über den vom Anleger gewählten Rechtsanwalt, der das Verfahren dann auch durchführt. Letztendlich zahlt die MWB die Kosten des verlorenen Rechtsstreits.

 

Quelle: Sonntagszeitung vom 25.02.07

 

Zum vollständigen Artikel in der Sonntagszeitung: ?Züricher Finanzfirma verurteilt: Die MWB Vermögensverwaltung muss Gelder an deutsche Anleger zurückzahlen?

 

05.03.07 (PE)

 

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Vermögensverwaltung mit Geld-weg-Garantie?

 


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Bundesgerichtshof: Fehlende Aufklärung über Rückvergütungen beim Fondskauf löst Schadensersatzpflicht der Bank aus


Beim Kauf von Investmentanteilen gehen Ausgabeaufschläge und jährliche Verwaltungsgebühren häufig als Provisionen an die beteiligte Bank. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat nun geurteilt, dass Banken hierüber aufklären müssen. Ansonsten stehen Kunden Schadensersatzansprüche zu.

Was Anleger häufig nicht wissen: Ausgabeaufschläge (Agien) und Verwaltungsgebühren stellen nicht nur Kosten der Anlage dar, sondern dienen auch Vertriebszwecken. Um den Absatz der Anlageprodukte zu steigern, erhalten Banken und andere Finanzdienstleister bei der Vermittlung von Investmentfonds oder Zertifikaten Teile dieser Vergütungen als Provisionen (sog. Kickbacks, Rückvergütungen o.ä.). Damit sollen regelmäßig besondere Anreize für den Verkauf gesetzt werden.

 

Im Rahmen einer Anlageberatung sind Banken verpflichtet, den Kunden anleger- und objektgerecht zu beraten, d.h. dem Kunden dürfen nur die Produkte empfohlen werden, die seinen Anlagewünschen und Finanzverhältnissen entsprechen. Zugleich haben die Banken aber auch ein Interesse, möglichst hohe Provisionen zu erzielen. Es liegt daher auf der Hand, dass Kunden nicht immer die günstigsten Anlagen empfohlen werden, wenn hohe Provisionen fließen.

 

Der BGH hat nun geurteilt, dass Banken ihre Kunden über diesen Interessenwiderstreit aufklären müssen. Dem Kunden muss vor Auftragserteilung klar sein, welche wirtschaftlichen Interessen die Bank an dem Geschäft hat. Nur dann kann der Kunde einschätzen, ob seine Belange überhaupt berücksichtigt werden. Daher hat der BGH klar festgestellt, dass die Bank auch über die Höhe ihrer Rückvergütungen aufklären muss. Andernfalls kann der Kunde das Geschäfts zurückabwickeln, d.h. er bekommt seinen Anlagebetrag einschließlich der entstandenen Kosten zurück.

 

Stellungnahme der Kanzlei Göddecke

Das Urteil ist ein Meilenstein auf dem Weg, Transparenz für Bankkunden zu schaffen. Dabei geht es nicht nur um die Kostentransparenz, d.h. wie viel der Kunde für die Leistung bezahlen muss, sondern vor allem auch um Transparenz von Interessengegensätzen zwischen Bank und Kunde. Nur hierdurch kann der Kunde beurteilen, ob die Beratung die zu zahlenden Kosten ?wert? ist, denn eine Anlageberatung soll vor allem seine Interessen und nicht die wirtschaftlichen Interessen der Bank berücksichtigen.

 

Quelle: Bundesgerichtshof (BGH), Urteil vom 19.12.2006, (XI ZR 56/05)

 

05.03.07 (PE)

 

 

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MWB Vermögensverwaltung für den Mittelstand: Kanzlei Göddecke erstreitet obsiegendes Urteil


Klageerfolg gegen die MWB Vermögensverwaltung aus Zürich. Anleger bekommt sein gesamtes eingezahltes Vermögen zurück. Zusätzlich erhält der Anleger entgangenen Gewinn.

Im Sommer 2006 reichte die Kanzlei Göddecke Klagen gegen die Schweizer MWB Vermögensverwaltung für den Mittelstand (MWB) vor deutschen Gerichten ein. Nunmehr ist ein erster Klageerfolg zu verzeichnen. Der Kunde wird so gestellt, als hätte er die ihm missliebige Vermögensverwaltung bei der MWB nie abgeschlossen. Zusätzlich gebührt ihm der entgangene Gewinn für die Vertragszeit.

 

Unser Mandant hatte einen Anlageauftrag und ein sog. Schweizer Sicherheitspaket bei der MWB abgeschlossen. Gewinne hat unserer Mandant nie gesehen. Neben nicht gewollter Versicherungen konnte unser Mandant nur eine extrem hohe Kostenbelastung feststellen.

 

Das Gericht erster Instanz hat klar erkannt, dass sich das Geschäftsfeld der MWB offensichtlich ausschließlich auf Deutschland erstreckte. Die MWB glaubte mit ihrem Sitz in der Schweiz deutsches (Anlegerschutz-)Recht umgehen zu können. Das Gericht hat sich dem jedoch zutreffend in den Weg gestellt. Deutsche können sich vor deutschen Gerichten auf ihre Rechte berufen. Erlittene Vermögensschäden bei der MWB sind nicht endgültig.

 

 

Stellungnahme der Kanzlei Göddecke

Ein Sitz im Ausland schützt nicht davor, vor deutschen Gerichten zur Rechenschaft gezogen zu werden. Geschädigte MWB-Anleger fühlen sich durch dieses Urteil ermutigt, die MWB für den entstandenen Schaden haftbar zu machen.

 

 

13.02.07 (PE)

 

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MWB Vermögensverwaltung AG für den Mittelstand: Wer betreut das Vermögen der Kunden?


Einige Kunden der MWB Vermögensverwaltung AG für den Mittelstand in Zürich (MWB) müssen nunmehr ihr Vermögen eigenständig verwalten. Die Credit Suisse akzeptiert seit dem 01. Juli 2006 keine Aufträge mehr durch die MWB.

Die Credit Suisse hat ihrer Kundschaft mitgeteilt, dass sie Aufträge durch den Vermögensverwalter MWB nicht mehr ausführt. Der MWB sind somit offenbar die Hände gebunden. Sie kann ihren Pflichten aus dem Vermögensverwaltungsvertrag, die Depots der Auftraggeber zu überwachen und den Marktgegebenheiten anzupassen, nicht mehr nachkommen.

 

Das Problem: Es kann nicht davon ausgegangen werden, dass sämtliche Kunden der MWB von diesen Änderungen informiert wurden. Die Credit Suisse war offensichtlich gehalten, das Schreiben nicht direkt an Ihre Kunden zusenden, sondern musste die MWB aufgrund einer vertraglichen Bestimmung um Weiterleitung der Mitteilung bitten. Wie bekannt geworden ist, ist die MWB dieser Aufforderung offenbar nicht immer nachgekommen.

 

Das bedeutet: Die Kunden wähnen ihr Vermögen in den ?treuen? Händen der MWB. Tatsächlich jedoch hat die weder Auskunfts- noch Verwaltungsmöglichkeiten hinsichtlich der Konten und Depots bei der Credit Suisse. Sollten aktuell Vermögensverluste auf Grund geänderter Kapitalmarktlage drohen, kann die MWB diese somit nicht verhindern.

 

Die Kunden müssen direkt mit der Credit Suisse in Kontakt treten. Durch die Ablehnung der MWB-Vollmachten begibt sich die Credit Suisse selbst in haftungsträchtige Gewässer, denn ein Rechtsgrund für die Zurückweisung der formwirksamen Vollmachten ist nicht erkennbar.

 

Stellungnahme der Kanzlei Göddecke

Auftraggeber der MWB Vermögensverwaltung, deren konto- und depotführende Bank die Credit Suisse ist, müssen handeln. Sie sollten umgehend Vermögensaufstellungen beantragen und feststellen, wie Ihre Vermögen angelegt ist.

 

28. September 2006 (PE)


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MWB Vermögensverwaltungs AG für den Mittelstand: Partnerwechsel gefällig?


Wie Kunden mehrfach berichteten, empfiehlt die MWB Vermögensverwaltung aus Zürich (MWB) ihren Kunden, die konto- und depotführende Bank zu wechseln. Verheimlicht wird: Die MWB hat keine Wahl.

Die MWB Vermögensverwaltung aus Zürich warb in ihren Anlegergesprächen immer damit, das Vermögen ihrer Auftraggeber bei namenhaften Schweizer Banken verwalten zu lassen. Langjähriger Geschäftspartner war u.a. die Credit Suisse. Nun ist diese Geschäftsbeziehung plötzlich beendet.

 

Die MWB ist seit Jahren in den Schlagzeilen. Anleger lassen sich nicht länger die intransparente und verlustreiche Vermögensverwaltung der MWB gefallen und verlangen eindeutige Aufklärung. Dies bekam auch die Credit Suisse zu spüren. Aufgrund kritischer Presseberichte droht auch ihr eine Rufschädigung durch die Vertragsbeziehung mit der MWB.

 

Wie Kunden der MWB nun erfahren mussten, hat die Credit Suisse ihre Kunden bereits im März diesen Jahres dazu aufgefordert, entweder den Vermögensverwalter zu wechseln oder sie selbst als depotführende Bank. Eine schweizer ?Kuriosität?: Aufgrund einer Vertragsklausel war die Credit Suisse gehalten, nicht direkt mit ihren Kunden zu kommunizieren. Sie musste statt dessen die Schreiben an die MWB adressieren mit der Bitte um Weiterleitung.

 

Wie hat die MWB auf diese Schreiben reagiert? Anstatt ihrer Pflicht nachzukommen, hat sie die Briefe einbehalten. Etliche Kunden wissen zumeist von dem Schreiben der Credit Suisse nichts. Dies macht sich die MWB zunutze. Nach und nach werden die Kunden angerufen, und gefragt, ob sie nicht zu einer ?günstigeren Bank? wechseln wollen. ?Die Credit Suisse sei ja immer teurer geworden?. Wer kann bei einem so fürsorglichen Hinweis schon nein sagen.

 

Der neue Partner, der für die MWB in die Bresche gesprungen ist, heißt AMAS Bank. Nach Recherchen hat diese Bank einen indischen Hintergrund.

 

Stellungnahme der Kanzlei Göddecke

Bei der Wahl des richtigen Partners kommt es weit weniger auf die kontoführende Bank an, als auf den richtigen Vermögensverwalter. Kann man einem Vermögensverwalter, der derartige Schreiben nicht weiterleitet, weiterhin sein Vermögen anvertrauen? Was muss vorfallen, dass eine Bank anscheinend lieber auf Kunden verzichtet, als weiterhin eine Vertragsbeziehung zur MWB zu unterhalten? Anleger sollten grundsätzlich eine transparente Vermögensaufstellung von der MWB fordern.

 

27. September 2006 (PE)


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