News und Berichte der Kanzlei Göddecke zum Thema: MWB Vermögensverwaltungs AG

MWB Vermögensverwaltungs AG: Anleger erstreiten weitere Urteile zu ihren Gunsten


Weitere Urteile bestätigen die bereits zuvor von der Kanzlei GÖDDECKE verfolgte Klagestrategie: Die Schweizer Vermögensverwaltung MWB Vermögensverwaltung AG haftet für pflichtwidrig in Deutschland abgeschlossene Vermögensverwaltungsverträge.

Das Landgericht Landshut hat im Mai 2008 zwei weitere Urteile gegen die MWB Vermögensverwaltungs AG verkündet. Die Schweizer Vermögensverwaltung wurde verurteilt, die den Anlegern entstandenen Schäden vollumfänglich zu ersetzen. Damit sind die Richter der Rechtsmeinung anderer Gerichte gefolgt, die in anderen, von der Kanzlei GÖDDECKE geführten Verfahren bereits eine pflichtwidrige Vermögensverwaltungstätigkeit der MWB bejaht hatten.

 

In beiden Verfahren hatten die Kläger Vermögensaufbaupläne mit der Vermögens­verwaltungs­gesellschaft abgeschlossen. In einem Verfahren handelte es sich um einen Vermögensansparplan mit einer jährlichen Ansparsumme und Beitragsdynamik. Dem anderen Verfahren lag das sog. Schweizer Sicherheitspaket für den Mittelstand im Anspar- und Anlageprogramm (SSPA) zugrunde. Letztendlich erhielten beide Kläger schlichte Versicherungspolicen und Investmentsfonds, die bei den Klägern auch aufgrund der Kostenbelastung erhebliche Vermögensschäden verursachten.

 

Das Gericht hat in seinen Urteilen klar festgestellt, dass es auf die Frage, ob ausschließlich Versicherungen oder aber Investmentsfonds gezeichnet wurden, nicht ankommt. Entscheidend ist, dass sich die MWB Vermögensverwaltung über Call-Center, Außendienstmitarbeitern und in den Verträgen als seriöse und neutrale Vermögensverwaltung den deutschen Anleger gegenüber darstellte, obwohl sie nicht die notwendigen aufsichtsrechtlichen Voraussetzungen erfüllte.

 

Stellungnahme der Kanzlei Göddecke

Den obsiegenden Urteilen ist vollumfänglich zuzustimmen. Die Urteilsbegründung entspricht der von der Kanzlei GÖDDECKE bereits in anderen Verfahren durchgesetzten Rechtsauffassung. Geschädigte Anleger können sich durch diese Urteile nochmals gestärkt sehen, gegen die MWB Vermögensverwaltung vorzugehen. Aufgrund einer Vielzahl zu beachtender Rechtsfragen sollten Anleger bei der Anspruchsverfolgung den Rat spezialisierter Anwälte aufsuchten. Durch die Betreuung einer Vielzahl von geschädigten Anlegern hat die Kanzlei GÖDDECKE erhebliche Erfahrung bei der Durchsetzung von Ansprüchen gegen die MWB Vermögensverwaltung aufzuweisen.

 

 

Quelle: Landgericht Landshut (LG Landshut) vom 14.05.2008 und 16.05.2008 (nicht rechtskräftig)

 

04. September 2008 (Patrick J. Elixmann, LL.M.)

 

 

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Goeddecke Rechtsanwaelte: Wirtschaftswoche zaehlt Goeddecke zu den renomierten Anlegerschuetzern in Deutschland


Titelthema der WIRTSCHAFTSWOCHE (WiWo) 15/2008 vom 07. April 2008 war der Schutz von Kapitalanlegern; ausgeloest durch den groeßten Wirtschaftsprozess aller Zeiten: dem Telekom-Verfahren. In der WiWo-Ausgabe vom 14. April 2008 wird der Gruender der Siegburger Kanzlei, Hartmut Goeddecke, als der Findige für Anlegerrechte bezeichnet und als einer von zehn im Anlegerrecht erfahrenen Anwaelte vorgestellt.

Anlegerschutz ist in aller Munde: Will doch niemand durch unseriöses Geschäftsgebaren um sein investiertes Geld geprellt werden. Die Wirtschaftswoche bezeichnet es deshalb als wichtig, auf den richtigen Anwalt zu setzen, wenn es um Fehler bei Kapitalanlagen geht. Von den etwa 150.000 in der Bundesrepublik tätigen Anwälte hat das Wirtschaftsmagazin zehn Vertreter für Anlegerstreitigkeiten herauskristallisiert und vorgestellt; zu ihnen gehört auch Hartmut Göddecke aus Siegburg.

 

Ursache vieler Anlegerschicksale sind nach Ansicht von Göddecke in der unzureichenden Finanzaufsicht auszumachen. In vielen Fällen findet von den Behörden bei neuen Anlagemodellen nur eine formelle Prüfung ohne viel Tiefgang statt. Dieses nutzen viele Anbieter aus und profitieren von ihrem Informationsvorsprung gegenüber dem Geldgeber.

 

Deshalb schreibt die WiWo:

 

Der Findige, Hartmut Göddecke

 

Leichtfertige Vermögensverwalter bringt Göddecke zur Räson. Die MWB Mittelstandsberatung, die in der Schweiz residierte, zerrte er vor das OLG Dresden. ?Die Richter wendeten deutsches Recht an, das Kölner OLG schloss sich später der Auffassung an?, berichtet der Siegburger. Stolz ist er auch auf sein letztinstanzliches ?Poststempel- Urteil?, das den Widerruf leichtfertig abgeschlossener Geldanlagen erleichtert. Für ihn klaffen im deutschen Recht noch viele Lücken. Solche ?selbstgestrickten und unseriösen Angebote? wie im Bereich der Geldanlagen seien bei anderen Produkten undenkbar.

 

Quelle: Wirtschaftswoche (WiWo) Ausgabe 16/2008 vom 14. April 2008

 

14. April 2008 (Hartmut Göddecke)

 


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Aktienpower AG: Firmengeflecht des Alfredo Cuti zerbricht ? Anleger zu Recht besorgt


Das Firmengeflecht des angeblichen ?Börsengurus? Alfredo Cuti zerbricht. Die Schweizer Eidgenössische Bankenkommission hat über mehrere Gesellschaften das Konkursverfahren eröffnet. Die von Cuti beworbenen Anlegern müssen den Verlust ihrer Einlagen befürchten.

Viele hundert Anleger sehen sich um Ihre Einlagen betrogen. Diese vertrauten sie Firmen von Herrn Alfredo Cuti an, einem ? wie die Presse schilderte - der schillernsten Personen des grauen Kapitalmarkts. Cuti warb in teuren Veranstaltungen und Seminaren für seine Börsenstrategien und Beteiligungen, die von seiner Stammfirma, der schweizer Aktienpower AG umgesetzt werden sollten.

 

Die Anleger erwarben die Anteilsscheine an der Aktienpower AG häufig nach einem Besuch der als euphorische beschriebenen Veranstaltungen von Cuti. Der Nominalwert der Anteilsscheine betrug 0,01 Schweizer Franken. Tatsächlich mussten die Anleger bereits vorbörslich den 12.500-fachen Wert des Nominalwertes pro Anteil zahlen. Eine Börsenplatzierung war geplant, wurde aber nie umgesetzt. Ein Verkauf der Anteilsscheine war den Anlegern daher kaum möglich.

 

Betroffen von der Verfügung der Eidgenössischen Bankenkommission sind die Aktienpower Marketing GmbH, die Cuti Management GmbH und die M. Ahl GmbH. Weiterhin sollen die Aktienpower AG, die Aktienpower Global AG und die Yourliberty AG bald aufgelöst werden.

 

Stellungnahme der Kanzlei Göddecke

Die Anleger sehen sich nun gezwungen, im laufenden Liquidationsverfahren form- und fristgerecht ihre Ansprüche anzumelden. Die Erfahrung zeigt, dass der hierdurch zu erwartende Liquidationserlös die entstandenen Schäden zumeist allenfalls im einstelligen Prozentbereich ausgleicht. Die Kosten der Anteile im Verhältnis zum o.g. extrem kleinen Nominalwert bestärkt die Vermutung, dass die Anleger die Anteilsschein teuer erkauft haben.

 

Da seitens der Unternehmen kaum Schadensersatz zu erwarten ist, sind die Anleger gefordert, ihr Los selbst in die Hand zu nehmen. Schützenhilfe erhalten die Anleger möglicherweise durch bereits laufende Strafverfahren der deutschen Staatsanwaltschaften. Allein diese Verfahren bewirken aber noch keinen Schadensausgleich bei den Anlegern. Hierzu müssen diese eigenständig Zivilverfahren gegen die Verantwortlichen anstrengen. Die Kanzlei Göddecke hilft bei der Durchsetzung von Anlegerinteressen im In- und Ausland.

 

Quelle: Manager-Magazin vom 01. April 2008

 

02. April 2008 (Patrick J. Elixmann, LL.M.)

 

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Vermögensverwalter: Banken haften für Verstöße gegen vereinbarte Anlagerichtlinien


Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat zu Lasten einer Bank entschieden, dass diese als Vermögensverwalterin auch bei leichter Fahrlässigkeit für Verstöße gegen Anlagerichtlinien auf Schadensersatz haftet, auch wenn sie dies in ihren allgemeinen Geschäftsbedingungen ausgeschlossen hat.

Vermögensverwalter müssen sich an die mit dem Kunden vereinbarten Anlagerichtlinien halten. Andernfalls sind entstandene Schäden zu ersetzen. Dies hat das Oberlandesgericht Düsseldorf  (OLG Düsseldorf) im Jahr 1990 entschieden. Dabei ist es dem Vermögensverwalter verwehrt, sich auf lediglich leichte Fahrlässigkeit zu berufen, denn auch in diesen Fällen besteht eine Haftung.

 

Der Kunde hatte in dem zu entscheidenden Fall mit dem Vermögensverwalter, einer Bank, vereinbart, dass sein Vermögen nach einer konservativen Anlagepolitik verwaltet wird. Dieses wurde als eine auf Substanzsicherung und kontinuierlichen Vermögenszuwachs ausgerichtete Verwaltung umschrieben. In der Folgezeit schichtete der Vermögensverwalter den Depotbestand, der zuvor noch aus beinahe ausschließlich festverzinslichen Wertpapieren bestand, in Aktienwerte um, die schließlich 70% des gesamten Depotbestandes betrugen. Als die Aktienkurse fielen, machte der Kunden Schadensersatz geltend.

 

Der Kunde gewann den Prozess. Das Gericht stellte fest, dass der 70%ige Aktienanteil gegen die vereinbarte konservative Anlagepolitik verstieß. Allenfalls seien 30% Aktien gerechtfertigt gewesen, wenn das übrige Vermögen weiterhin in festverzinsliche und risikoarme Wertpapiere investiert gewesen wäre.

 

Die Bank versuchte sich in dem Prozess damit zu verteidigen, dass sie nach ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen nicht für leichte Fahrlässigkeit haften würde. In diesem Punkt bezog das Gericht Stellung klar zu Gunsten des Kunden. Eine solche Vertragsklausel sei unwirksam, da ein Verstoß gegen eine Kardinalpflicht des Verwalters vorlag.

 

Stellungnahme der Kanzlei Göddecke

Dem Urteil ist vollumfänglich zuzustimmen. Der Kunde, der mit seinem Vermögensverwalter spezielle Anlagerichtlinien vereinbart, muss darauf vertrauen können, dass diese vom Vermögensverwalter auch eingehalten. Schließlich erteilt er dem Vermögensverwalter umfangreiche Vollmacht. Zu Recht urteilte das Gericht ebenfalls, dass der Kunde nicht verpflichtet sei, den Vermögensverwalter zu überwachen. Auch insofern ist der Kunde also geschützt.

 

Quelle: Oberlandesgericht Düsseldorf (OLG Düsseldorf), Urteil vom 13.06.1990, Aktenzeichen 6 U 234/89

 

28.02.2008 (Patrick J. Elixmann)

 

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Vermögensverwaltung: Eine Depotbank haftet für ein pflichtwidriges Verschweigen einer Provisionsvereinbarung mit dem Vermögensverwalter


In einem Grundsatzurteil vom 19.12.2000 hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass Depotbanken für Schäden eines Vermögensverwalters haften, wenn sie mit diesem Provisionsvereinbarungen treffen, über die der Kunde nicht ordnungsgemäß aufgeklärt wird.

Eine Depotbank muss vollständig, wahrheitsgemäß und verständlich über Rückvergütungen mit Vermögensverwaltern aufklären. Dies hat der Bundesgerichtshof (BGH) in einem Aufsehen erregenden Urteil im Jahre Dezember 2000 entschieden.

 

Dem Rechtsstreit zugrunde lag eine Vergütungsvereinbarung zwischen einer Depotbank und einem Vermögensverwalter. Der Vermögensverwalter sollte einen Teil der dem Kunden berechneten Kosten als Provision zurück vergütet erhalten (sog. Kick-Backs, Retrozessionen). Dies war dem Kunden jedoch nicht bekannt.

 

Der BGH sah dies als eine ?schwerwiegende Treuwidrigkeit? an. Für den Kunden sei für den Vertragsschluss mit dem Vermögensverwalter entscheidend, zu wissen, ob dieser hinter seinem Rücken unrechtmäßig an jeder Transaktion verdient. Da der Vermögensverwalter regelmäßig umfangreiche Vollmachten erhält, um im Namen und auf Rechnung des Kunden ohne Rückfrage eigenständig Transaktionen durchzuführen zu können, sei dem Kunden die Vertrauenswürdigkeit seines Geschäftspartners besonders wichtig.

 

Die Vorinstanz hatte dem Kunden nur ein Anspruch auf Erhalt der geflossenen Provisionen zugesprochen. Dem hat der BGH eine Absage erteilt. Dem Kunden stehe vielmehr das Recht zu, den gesamten Vermögensverwaltungsvertrag zurück abzuwickeln. Alle bislang entstandenen Vermögensschäden habe die Depotbank zu tragen.

 

Stellungnahme der Kanzlei Göddecke

Zu Recht hat der Bundesgerichtshof dem Kläger nicht nur die gezahlten Provisionen, sondern einen vollumfänglichen Schadensersatz zugesprochen. Andernfalls wären die Kundeninteressen bei einer derart schwerwiegenden Treuwidrigkeit nicht gewahrt. Von den unteren Gerichten wurde diese Rechtsprechung inzwischen vollumfänglich übernommen. Nunmehr gilt diese Rechtsprechung nicht nur im Bereich der Vermögensverwaltung, sondern weit darüber hinaus.

 

Quelle: Bundesgerichtshof (BGH), Urteil vom 19.12.2000, Aktenzeichen XI ZR  349/99

 

 

27.02.2008 (Patrick J. Elixmann)

 

 

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:: ?Schmiergelder? für Vermögensverwalter?

 

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Swiss Financial Partners AG (SFP): Die Eidgenoessische Bankenkommission ersetzt Geschaeftsfuehrung


Mit ordnungsbehoerdlicher Verfuegung hat die Eidgenoessische Bankenkommission (EBK) der bisherigen Geschaeftsfuehrung untersagt, weiterhin allein im Namen der Gesellschaft zu handeln. Statt dessen hat sie zwei Untersuchungsbeauftragte eingesetzt, die die Geschaefte der SFP ueberprueft und fortfuehrt.

Der Geschäftsführer der SFP, Herr Guido Gillardoni, ist aufgrund ordnungsbehördlicher Verfügung nicht mehr ermächtigt, die Geschäfte seiner Vermögensverwaltung zu führen. Vermutlich haben nicht unmittelbar aufklärbare Unregelmäßigkeiten im Rahmen der Geschäftsführung dazu geführt, dass sich die EBK gezwungen sah, eigene Untersuchungsbeauftragte im Unternehmen einzusetzen. Diese führen nun kommissarisch die Geschäftsführung des Unternehmens.

 

Seit geraumer Zeit war die SFP bereits in der Schweiz als Vermögensverwalter tätig, ohne dass die gesetzlichen Voraussetzungen vorlagen. Die SFP war entgegen ihrer gesetzlichen Pflicht nicht mehr einer Selbstregulierungsorganisation unterstellt, die die Einhaltung der Geldwäschenormen beaufsichtigte. Weitere Hintergründe sind noch unklar. Jedenfalls war es der SFP offensichtlich nicht ohne weiteres möglich, die Erlaubnis wieder zu erlangen.

 

Nach Art. 23quarter des Schweizer BankG kann die EBK Untersuchungsbeamte einsetzen, wenn mit Hilfe des betroffenen Unternehmen ein aufsichtsrechtlicher Sachverhalt nicht aufgeklärt werden kann oder die Umsetzung aufsichtsrechtlicher Maßnahmen seitens des betroffenen Unternehmens nicht erfolgt. Die eingesetzten Untersuchungsbeamten haben grundsätzlich umfassende Befugnisse, wie das Recht, alle Räumlichkeiten des Unternehmens zu betreten, sämtliche Unterlagen einzusehen oder Auskünfte zu erfragen.

 

Stellungnahme der Kanzlei Göddecke

Auf Ihrer Internetseite beruft sich die SFP auf die langwährende Tradition Schweizer Vermögensverwalter, die auf starken Fundamenten ruht. Ob die SFP Ihre Geschäfte aber mittel- bis langfristig weiterhin fortsetzen kann, ist ungewiss. Die Maßnahme der EBK lässt befürchten, dass die Geschäfte nicht im Einklang mit den Gesetzen geführt wurden. Anleger müssen sich bewusst sein, dass die vermeintlich starken Fundamente bei der SFP wackeln.

 

 

Eigener Bericht

 

28. November 2007 (RA Patrick J. Elixmann)

 

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MWB Vermögensverwaltung AG: Schweizer Schutzgemeinschaft lässt geschädigte Anleger der MWB im Stich ? Rechtsanwaltskammer ermittelt


Geschädigte Anleger wurden im April 2007 von einer ?Schweizer Schutzgemeinschaft Deutscher Anleger? aus Zürich angeboten, Schadensersatzansprüche gegen die MWB durchzusetzen. Die Rechtsanwaltskammer Köln ermittelte wegen Verstossees gegen das Rechtsberatungsgesetz. Nun ist die Schutzgemeinschaft offensichtlich untergetaucht.

Geschädigte Anleger sehen sich in der Not, zu handeln, um ihr verlorenes Vermögen wieder zu erlangen. Bei der Auswahl der richtigen Unterstützung unterlaufen den Anlegern aber häufig Fehler. Sie vertrauen falschen Personen.

 

Aufgrund erfolgreicher Urteile der KANZLEI GÖDDECKE gegen die Schweizer MWB Vermögensverwaltung AG sehen sich viele geschädigte MWB-Anleger gestärkt, gegen die Machenschaften der MWB vorzugehen. Hiervon wollte eine angebliche ?Schutzgemeinschaft Deutscher Anleger? aus Zürich profitieren. Sie schrieb eine Vielzahl von Deutschen Anlegern an und garantierte ihnen eine ?effiziente Wahrnehmung der Rechte jedes einzelnen Anlegers?.

 

Wie viele Deutsche Anleger auf dieses Schreiben reagiert haben ist unbekannt. Es ist jedoch anzunehmen, dass sie einen Beitritt zu dieser Vereinigung bereits kurz darauf bereut haben. Nachdem die Rechtsanwaltskammer Köln wegen Verstoßes gegen das Rechtsberatungsgesetz ermittelte, tauchte die Firma spurlos unter. Wer hinter dieser Vereinigung steckte konnte die Rechtsanwaltskammer Köln bislang nicht ermitteln.

 

Stellungnahme der Kanzlei Göddecke

Als Zeiterscheinung ist inzwischen festzustellen, dass dort, wo geschädigte Anleger anzutreffen sind, schnell Hilfe versprochen wird. Leider jedoch nicht selten von unqualifizierten Personen. Die bei den Anlegern gesetzten Erwartungen werden dann im Regelfall nicht erfüllt. Das Geld schnell und ohne Aufwand wiederzubeschaffen ist ein schöner Wunsch, aber meist nicht realistisch. Letztendlich geht es oft nur um eine weitere Abzocke, wie das Beispiel der Schweizer Schutzgemeinschaft zeigt. Eine unabhängige Beratung erhält der geschädigte Anleger nur beim spezialisierten Anwalt.

 

Quelle: KANZLEI GÖDDECKE

 

23. Oktober 2007 (Patrick J. Elixmann)

 

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MWB Vermoegensverwaltung AG: Der Versuch, den eigenen Ruf zu retten


Unzufriedenen Kunden der MWB Vermoegensverwaltung AG (MWB) konnten die vielen Vertragsunregelmaeßigkeiten nicht mehr verborgen bleiben. Geschaedigte Anleger haben inzwischen gerichtlich bereits ihre Schadensersatzansprueche erfolgreich durchgefochten. Mit zweifelhaften Methoden versucht die MWB Vermoegensverwaltung AG nun ihren Ruf zu retten.

Viele Kunden der Schweizer MWB Vermögensverwaltung AG (MWB) hatten in den letzten Jahren zumeist lediglich dann Kontakt zur MWB, wenn weitere Vertragsunterschriften oder Einzahlungen anfielen. Über den aktuellen Vermögensstatus wurde dagegen zumeist schlecht informiert. Kunden, die nachfragten, mussten feststellen, dass die Ergebnisse bei weitem nicht den Versprechungen bei Vertragsabschluss entsprachen. Nun versucht die MWB mit fadenscheinigen Argumenten ihren Ruf zu retten.

 

Schuld an Verlusten und anderen Unregelmäßigkeiten in der Vertragsbeziehung sollen laut MWB angeblich einzelne unseriöse MWB-Mitarbeiter sein, die die MWB, nachdem sie davon erfahren hat, umgehend vom Dienst suspendiert haben soll. Es handele sich angeblich um Einzelfälle, die die MWB sehr bedauere. Insofern sei man bereit, den Kunden durch neue Verträge entgegenzukommen.

 

Fakt ist, dass es sich nicht um Machenschaften einzelner MWB-Mitarbeiter handelt. Die tägliche Praxis der Rechtsanwälte der KANZLEI GÖDDECKE zeigt, dass die von der MWB für ihre Kunden konzipierten Anlagekonzepte ?Schweizer Sicherheitspaket? bzw. ?Schweizer Vermögensaufbau­programm? aus Sicht vieler Anleger als profitable Geldanlage nichts taugen. Die miserablen Renditen waren von vorneherein vorhersehbar.

 

Die Verluste resultieren zum einen aus der hohen Kostenbelastung, die so seitens der MWB im ?Kleingedruckten? der Verträge gewollt war. Zum anderen entstanden Verluste durch die unrentablen Versicherungsverträge, die der MWB ebenfalls schriftlich vorlagen. Da die MWB die Vertragsinhalte so vereinbart hat, kann sie nicht glaubhaft bestreiten, davon nichts gewusst zu haben.

 

Zum Glück haben die Anleger große Chancen, zumeist ohne Verluste aus der gesamten Geschäftsbeziehung heraus zu kommen, und zwar nicht aufgrund eines Entgegenkommens der MWB, sondern aufgrund der rechtlichen Ansprüche, die den Anleger zustehen.

 

Stellungnahme der Kanzlei GÖDDECKE

Sollte die MWB in Einzelfällen tatsächlich ein Entgegenkommen zeigen und eine Schadensersatzzahlung anbieten, dann nur aus dem Grund, dass für sie in diesem Fall das Risiko, ein Klageverfahren zu verlieren, besonders hoch ist und daher noch höhere Schadensersatzzahlungen für den Anleger wahrscheinlich sind.

 

Die MWB kommt Anlegern nur dann entgegen, wenn dies für die MWB wirtschaftlich günstig ist. Das heißt noch lange nicht, dass dies auch für den Anleger gilt. Mit der Zahlung eines Entschädigungsbetrages muss der Kunde auf alle seine Ansprüche verzichten. Worauf verzichtet wird, ist vielen Anlegern nicht bewusst.

 

Zum Glück erinnern sich viele daran, dass bei Vertragsanbahnung auf Grund erschlichener Unterschriften der ganze Ärger erst angefangen hatte und schenken der MWB daher auch bei der Vertragsabwicklung kein weiteres Vertrauen.

 

09. August 07 (PE)

 

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Vermögensverwaltung mit Geld-weg-Garantie?

 


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Vermoegensverwaltung Schweiz: ?Nepper, Schlepper, Bauernfaenger? ? Finanzberater umgarnen geschaedigte MWB Kunden.


Geschaedigte Kunden der MWB Vermoegensverwaltung AG melden, dass bei ihnen angebliche Finanzberater vorsprechen, die entstandene Verluste angeblich verschwinden lassen koennen. Anleger sind verunsichert.

So wie das Vertragsverhältnis zur MWB Vermögensverwaltung AG begründet wurde, wünschen sich viele Kunden der Vermögensverwaltung, den Vertrag wieder zurück abzuwickeln: Ein Finanzberater kommt zu Ihnen nach Hause oder an den Arbeitsplatz und dieser übernimmt für einen pauschalen Bar-Betrag in Höhe von 1.000,00 bis 2.000,00 Euro sämtliche Formalitäten. Danach sollen die Kunden nach Aussage der Finanzberater wieder so stehen, als ob ein Vertrag mit der MWB nie geschlossen worden wäre.

 

So oder ähnlich hören Rechtsanwälte der Kanzlei GÖDDECKE täglich von hilfesuchenden MWB-Anlegern. Offensichtlich hat sich im Umkreis der MWB Vermögensverwaltung ein Geschäftsfeld aufgetan, das findige Finanzberater zu nutzen wissen. Die Kunden der MWB Vermögensverwaltung sind unzufrieden und wollen wechseln.

 

Häufig stecken ? so wird berichtet - hinter diesen Kontaktaufnahmen Ex-MWB-Mitarbeiter, die vor ihrem Wechsel sämtliche Kundendaten von der MWB mitnahmen. Die Gespräche laufen häufig in der gleichen Art und Weise ab: Zunächst wird mittels Zeitungsberichten oder ähnlichen Unterlagen nachgewiesen, dass das Geld bei der MWB nicht ?in besten Händen? ist. Danach wird ein angeblich ?unschlagbares Angebot? unterbreitet: schnell und unbürokratisch soll mit angeblich noch bestehenden ?Spezialkontakten? sämtliches Geld ?in Sicherheit? geholt werden.

 

Fakt ist, dass diese Berater letztendlich Versprechungen geben, die für die Kunden in keiner Weise rechtlich abgesichert sind. Hinzu kommt, dass Vorkasse verlangt wird. Verträge über die Rückabwicklung werden keine geschlossen. Letztendlich hoffen diese Berater auf das Vertrauen Ihrer Kunden und der Unkenntnis der MWB-Vertragsbeziehung. Dabei stellt sich die Frage, warum man diesen Beratern vertrauen soll. Das Vertrauen, dass man der MWB und seinen damaligen Beratern geschenkt hat, wurde ja bereits schon einmal gebrochen.

 

Tatsächlich kommt nach Zahlung des Rückabwicklungsbarbetrages zumeist schnell das böse Aufwachen. Das Geld, dass den geschädigten Kunden tatsächlich rechtlich zusteht, nämlich sämtliches an die MWB gezahltes Geld einschließlich entgangenen Gewinn, bekommen sie nicht zurück. Darauf kommt es den Beratern auch nicht an. Letztendlich wird klar, dass sich die Berater nur den Zugriff auf das ?herausgeholte? Geld verschaffen wollen, um es zukünftig selbst zu verwalten.

 

Stellungnahme der Kanzlei GÖDDECKE

Anleger sollten die Angebote unbekannten Finanzberater auf Abwicklung der MWB-Verträge nicht annehmen. Für 1.000,00 bis 2.000,00 Euro werden lediglich die MWB-Verträge gekündigt, ohne dass Schadensersatzansprüche geprüft oder durchgesetzt werden. Letztendlich haben die Anleger keinerlei durchsetzbare Ansprüche wegen mangelhafter Vertragsabwicklung gegen diese Berater, da die Beträge mittels Vorkasse kassiert wurden und schriftliche Verträge nicht existieren.

Sicherlich besser ist es, einen spezialisierten Rechtsanwalt aufzusuchen. Dort ist eine Interessenwahrnehmung zumeist wesentlich günstiger als das fragwürdige Angebot der Berater und der Kunde hat die Gewähr, dass seine Interessen bestmöglich durchgesetzt werden. Daneben übernehmen Rechtsschutzversicherungen häufig sämtliche Gerichts- und Anwaltskosten.

 

Quelle: eigener Bericht

 

09. August 07 (PE)

 

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MWB Vermögensverwaltung AG: Anleger erstreiten mit Grundsatzurteilen Schadensersatz


Die MWB Vermögensverwaltung AG aus der Schweiz wurde erneut von einem deutschen Gericht zu Schadensersatz verurteilt. Deutsche Gerichte ermöglichen Anlegern damit zunehmend, sich erfolgreich gegen ausländische Finanzdienstleister zu wehren.

Einem geschädigten Anleger der MWB Vermögensverwaltung aus Zürich/Appenzell (MWB) wurde ein weiteres Mal Recht zugesprochen. Bereits in erster Instanz hatte der Anleger ein obsiegendes Urteil erstritten. Dies wurde nun von der zweiten Instanz, dem Oberlandesgericht Dresden (OLG Dresden), bestätigt. Die MWB ist demnach verpflichtet, dem Anleger sämtliche eingezahlten Beträge einschließlich entgangenen Gewinn für die Vertragslaufzeit zu zahlen.

 

Die MWB hatte in dem Rechtsstreit die Ansicht vertreten, Deutsche Gericht seien für die Klage nicht zuständig und Deutsches Recht nicht anwendbar. Dem haben die Richter in dem Urteil eindeutig widersprochen. Da das Geschäftsmodell der MWB nachweisbar klar auf Deutschland gerichtet war, konnten die Argumente der MWB gerichtlich keinen Erfolg haben. Dies ist ein großer Vorteil für geschädigte Anleger aus Deutschland, da die Schweiz im Gegensatz zu Deutschland nicht über ein vergleichbar anlegerfreundliches Aufsichtsrecht für Finanzdienstleister verfügen.

 

Aufgrund der Geschäftspraktiken der MWB gab es genügend Ansatzpunkte für schadensersatzauslösende Pflichtverletzungen der MWB. Das OLG Dresden bestätigte, dass die MWB bereits bei Vertragsanbahnung gegen das deutsche Recht verstoßen habe. Die Kontaktaufnahme durch Call-Center über unaufgeforderte Anrufe (sog. Cold-Calls) und durch Vermittler in Deutschland sei unrechtmäßig erfolgt.

 

Stellungnahme der Kanzlei Göddecke

Das erstrittene Urteil ist ein großer Erfolg für den Anlegerschutz. Ausländische Finanzdienstleister können sich nicht mehr hinter einer Grenze vor dem Zugriff Deutscher Anleger verstecken. Anleger sollten bei Ihrem Vorgehen jedoch bedenken, dass bei einer grenzüberschreitenden Anspruchsdurchsetzung viele Fallen lauern können. Daher ist eine diesbezügliche, spezialisierte Rechtsberatung unerlässlich.

 

Quelle: Urteil des Oberlandesgerichts Dresden liegt der Kanzlei Göddecke vor. (Bislang nicht rechtkräftig.)

 

24. Juli 07 (PE)

 

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Vermögensverwaltung mit Geld-weg-Garantie?

 

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