News und Berichte der Kanzlei Göddecke zum Thema: MWB Vermögensverwaltungs AG

Bundesgerichtshof bestätigt weitreichende Zuständigkeit deutscher Gerichte gegen Schweizer Finanzdienstleister


Der Bundesgerichtshof hat mit aktuellem Urteil bestätigt, dass eine deutsche Zuständigkeit sowohl dann gegeben ist, wenn dem Verbraucher ein Angebot seitens des Schweizer Unternehmens unterbreitet worden ist als auch dann, wenn die Initiative zum Vertragsabschluss vom Verbraucher ausgegangen ist.

Ausländische Finanzdienstleister sind häufig der Ansicht, dass sie bei Pflichtverletzungen nicht in Deutschland verklagt werden können und berufen sich hierbei zusätzlich auf sog. Gerichtstandsklauseln, wonach ausländische Gerichte zuständig sein sollen. Diese entfalten jedoch, wie dieser Fall zeigt, häufig keine rechtliche Wirkung.

Die in Deutschland ansässige Klägerin hat sowohl ihren schweizer Vermögensverwalter, als auch ihre depotführende Schweizer Bank sowie einen Schweizer Hedge-Fonds in Deutschland auf Schadensersatz verklagt. Das Oberlandesgericht hatte die Zuständigkeit deutscher Gerichte noch verneint. Der Bundesgerichtshof hat dieses Urteil aufgrund von Rechtsfehlern aufgehoben und zur erneuten Entscheidung an das Oberlandesgericht zurück verwiesen.

Der Bundesgerichtshof hat festgestellt, dass es für eine Zuständigkeit deutscher Gerichte nicht darauf ankommt, von wem die Initiative zum Vertragsabschluss ausgeht. Es ist somit irrelevant, ob man im Hinblick auf den Vertragsabschluss zunächst vom ausländischen Finanzdienstleister angesprochen wird, oder ob man als Verbraucher selbst die Initiative ergreift.

Entscheidend ist, dass man in Deutschland die für den Vertrag notwendige Vertragserklärung abgegeben hat. Ist diese Voraussetzung erfüllt, unterfallen der Zuständigkeit deutscher Gerichte dann nicht nur vertragliche Ansprüche, sondern auch sog. deliktische Ansprüche, z.B. aus unerlaubter Handlung.

Stellungnahme der Kanzlei Göddecke

Die Rechtsanwälte der KANZLEI GÖDDECKE haben bereits viel Erfahrung in der Geltendmachung und Durchsetzung von Ansprüche gegen Schweizer Finanzdienstleister gesammelt. Wichtigen Klagen wurden von uns bereits federführend erstritten. Geschädigte Anleger sollten daher auch bei Fällen mit Auslandsbezug nicht zögern, durch uns prüfen zu lassen, ob eine Klage in Deutschland erfolgsversprechend ist.

Quelle: Bundesgerichtshof (BGH), Urteil vom 06.03.2012 ? Aktenzeichen VI ZR 70/10

03. Juni 2012 (PE)

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:: MWB Vermögensverwaltungs AG Zürich / Appenzell: Von hehren Zielen und schlechter Umsetzung - Vermögensverwaltung vs. Versicherung


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MWB Vermögensverwaltung AG: Heimvorteil für deutsche Anleger


Nur allzu gerne wollen Schweizer Vermögensverwalter deutschen Gerichten entgehen, wenn Anleger ihre Rechte geltend machen wollen. Häufig verwendetes Argument für diese Flucht vor dem Kadi ist, dass der Vertrag gar nicht in Deutschland abgeschlossen wurde. Auf dieser Flucht wurden sie nunmehr erneut vom Bundesgerichtshof (BGH) gestoppt.

Nach dem BGH genügt zur Zuständigkeit deutscher Gerichte bereits, dass der Verbraucher schriftlich irgendetwas zum Abschluss des Vertrages in Deutschland getan hat. Wurde er hierzu beispielsweise alleine schon durch Werbung im Inland veranlasst, einen Vertrag zu unterschreiben, sind schon die Gerichte in Deutschland zuständig. Auch eine Gerichtsstandsvereinbarung, die in die Schweiz weist, ist dann in der Regel unwirksam.

 

Damit ist eine Flucht vor die Schweizer Gerichte vereitelt. Vielmehr muss sich der Vermögensverwalter der Härte der deutschen Gerichtsbarkeit stellen, wo der Anlegerschutz besser und billiger ist.

 

Stellungnahme der Kanzlei Göddecke

Erfreulicherweise werden durch diese Entscheidung erneut die Rechte deutscher Anleger gestärkt, die Schweizer Vermögensverwaltern auf den Leim gegangen sind. Auch wenn die vorliegende Entscheidung gar nicht gegen MWB ergangen ist, so trifft sie diese hart. Denn durch den BGH werden immer mehr Schlupflöcher geschlossen, durch die die MWB Vermögensverwaltung der deutschen Gerichtsbarkeit entkommen möchte. Die Durchsetzung der Ansprüche deutsche Anleger wird damit immer mehr erleichtert. Dabei sind wir Ihnen mit der reichlichen Erfahrung der KANZLEI GÖDDECKE gerne behilflich.

 

Bundesgerichtshof (BGH), Urteil vom 31. Mai 2011, Az. ZR 154/10

 

1. August 2011 (Rechtsanwalt Ralf Koch)

 

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Vergleichen Sie hierzu auch unseren Bericht zum BGH-Urteil gegen die MWB:

 

:: MWB Vermögensverwaltung AG: Bundesgerichtshof bestätigt Zuständikeit deutscher Gerichte


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MWB Vermögensverwaltung AG: MWB und Verwaltungsrat müssen Anleger den gesamten Schaden ersetzen


Kapitalanleger, die ihr Geld bei der MWB Vermögensverwaltung AG in der Schweiz angelegt haben, können sich freuen: Der Vorstand wurde (neben der MWB) zum wiederholten Male verurteilt, ein Erfolg, den die KANZLEI GÖDDECKE errungen hat.

Ein Anleger hatte Geld bei der MWB Vermögensverwaltung AG angelegt. Wie üblich war ein Vermittler der MWB nach Anruf eines Call Centers bei ihm zu Hause aufgetaucht und hatte ihm eine Vermögensverwaltung durch die MWB in der Schweiz ans Herz gelegt. Der Anleger ließ sich überreden und zahlte Geld ein in der Hoffnung auf einen Gewinn.

 

Was der Vermittler verschwieg: Eine Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen nach dem Kreditwesengesetz hatte die MWB nicht. Eine solche Erlaubnis soll Anleger gegenüber Finanzdienstleistern schützen, die ihre Dienste in Deutschland anbieten. Der Anleger zog vor Gericht und nahm neben der MWB auch ein Verwaltungsratsmitglied (vergleichbar dem Vorstand einer deutschen Aktiengesellschaft) in Anspruch.

 

Das Landgericht Köln gab dem Anleger hinsichtlich der MWB und dem Verwaltungsratsmitglied Recht: Der Verwaltungsrat sei als bestelltes und im Handelsregister eingetragenes Vertretungsorgan verantwortlich für die ungenehmigte Geschäftstätigkeit. Den Einwand des Verwaltungsrats, er habe nicht selbst in Deutschland gehandelt, sondern nur in der Schweiz, ließ der Kölner Richter nicht gelten.

 

Stellungnahme der Kanzlei Göddecke

Da die sogenannte Nachlassstundung über das Vermögen der MWB bis 11. August 2011 verlängert wurde und Vollstreckungen ausschließt, ist die Inanspruchnahme der verantwortlichen Geschäftsführer sinnvoll.

 

Quelle: Landgericht Köln (LG Köln), Urteil vom 12.05.2011, Az. 14 O 839/10 (nicht rechtskräftig)

 

04. Juli 2011 (Rechtsanwältin Jutta Krause)

 

 

:: MWB Vermögensverwaltung AG: Forderungseingabe im Rahmen der Nachlassstundung in der Schweiz

 

 

 

 

 


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MWB Vermögensverwaltung AG: Forderungseingabe im Rahmen der Nachlassstundung in der Schweiz


Die KANZLEI GÖDDECKE rät: Anleger, die bei einem Vermögensverwaltungsvertrag mit der MWB Geld verloren haben, sollten ihre Forderungen bis spätestens 31.03.2011 bei der T&O Treuhand Organisations AG anmelden.

Im Oktober 2010 wurde der MWB eine sogenannte definitive Nachlassstundung von sechs Monaten gewährt. Dies bedeutet, dass in das Vermögen der MWB nicht vollstreckt werden kann und dient dazu, dass sich das Unternehmen während der Nachlassstundung wirtschaftlich erholen kann.

Im Rahmen dieses Nachlassverfahrens kann ein sogenannter Nachlassvertrag abgeschlossen werden: Gläubiger, die ihre Forderungen angemeldet haben, werden an diesem Vertrag beteiligt und erhalten ? soweit Vermögen vorhanden ist - einen Teil ihres Geldes zurück. Gläubiger, die sich nicht beteiligen, können unter Umständen mit ihren Forderungen ganz ausfallen.

Die Forderungen müssen bei der T&O Treuhand & Organisations AG, Sachwalter MWB Vermögensverwaltung AG, Postfach, CH-8105 Regensdorf eingegeben werden. Elektronisch ausfüllbare Dokumente können dort per E-Mail unter mh@todata.ch angefordert werden.

Stellungnahme der Kanzlei Göddecke

In welchen Fällen eine Forderungseingabe noch sinnvoll ist, muss im Einzelfall abgeklärt werden. Wichtig ist, die entsprechenden Ein- und Auszahlungen sowie den Vertrag mit der MWB mit Nachweisen zu belegen.

Quelle: Aufforderungsschreiben der T&O Treuhand & Organisations AG vom 09.03.2011

22. März 2011 (Rechtsanwältin Jutta Krause)


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:: MWB Vermögensverwaltung AG: Verwaltungsrat und Geschäftsführer müssen geprelltem Anleger Schadenersatz leisten


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MWB Vermögensverwaltung AG: Verwaltungsrat und Geschäftsführer müssen geprelltem Anleger Schadenersatz leisten


Kapitalanleger, die ihr Geld bei der MWB Vermögensverwaltung AG in der Schweiz angelegt haben, können sich freuen: Auch Vorstände und Geschäftsführer müssen Schadenersatz leisten, ein Erfolg, den die Kanzlei Göddecke errungen hat.

Ein Anleger hatte Geld bei der MWB Vermögensverwaltung AG angelegt. Wie üblich war ein Vermittler der MWB nach Anruf eines Call Centers bei ihm zu Hause aufgetaucht und hatte ihm eine Vermögensverwaltung durch die MWB in der Schweiz ans Herz gelegt. Der Anleger ließ sich überreden und zahlte Geld ein in der Hoffnung auf einen Gewinn. Was der Vermittler verschwieg: Eine Erlaubnis der BaFin nach dem Kreditwesengesetz hatte die MWB nicht. Eine solche Erlaubnis soll Anleger gegenüber Finanzdienstleistern schützen, die ihre Dienste in Deutschland anbieten. Der Anleger zog vor Gericht und nahm neben der MWB auch die Verwaltungsratsmitglieder (vergleichbar dem Vorstand einer deutschen Aktiengesellschaft) und Geschäftsführer in Anspruch.

Das Landgericht Passau gab dem Anleger hinsichtlich der Verwaltungsratsmitglieder und den Geschäftsführern Recht: Der Geschäftsführer sei als bestellter und im Handelsregister eingetragener Geschäftsführer berechtigt, die Geschäfte der MWB zu führen und damit auch verantwortlich für die ungenehmigte Geschäftstätigkeit. Der Verwaltungsrat sei als Organ aufgrund seiner Vertretungsbefugnis verantwortlich.

Bezüglich der MWB setzte das Gericht den Rechtsstreit aus: Der MWB wurde im Oktober 2010 eine sogenannte Nachlassstundung gewährt. Dies bedeutet einerseits, dass derzeit in der Schweiz keine Vollstreckungsmaßnahmen durchgeführt werden dürfen. Andererseits war die Frage zu klären, ob dieses Nachlassverfahren einem deutschen Insolvenzverfahren gleichzustellen ist. Mit einigen Oberlandesgerichten bejahte der Gericht diese Frage. Zu diesem Komplex sind derzeit noch Verfahren beim Bundesgerichtshof anhängig.

Stellungnahme der Kanzlei Göddecke

Die Entscheidung ist hinsichtlich der Vorstands- und Geschäftsführerhaftung zu begrüßen. Das Urteil kann in der Schweiz vollstreckt werden.

Die Entscheidung, den Rechtsstreit bezüglich der MWB auszusetzen bzw. zu unterbrechen, scheint nur auf den ersten Blick nachteilig für den Anleger. Für ihn gibt es die Möglichkeit, seine Forderung in dem sog. Nachlassverfahren geltend zu machen. Sollte die Forderung dort anerkannt werden, bedarf es keiner Fortführung des Rechtsstreits mehr. Wird die Forderung bestritten, wird der Rechtsstreit wieder aufgenommen. Die KANZLEI GÖDDECKE empfiehlt daher dringend, die Forderungen in dem Nachlassverfahren anzumelden.

Aber Achtung: Während des Schweizerische Recht vorsieht, dass während des Nachlassverfahrens Verjährungsfristen gehemmt sind, gilt dies nicht für das deutsche Recht. Anleger, die noch keine Klage eingereicht haben und in Deutschland klagen möchten, sollten diesen Weg bald beschreiten. Denn sonst droht der Verlust von Ansprüchen wegen Verjährung.

Quelle: Landgericht Passau (LG Passau), Urteil vom 18. Februar 2011, Aktenzeichen 4 O 356/10 (nicht rechtskräftig)

03. März 2011 (Rechtsanwältin Jutta Krause)

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MWB Vermögensverwaltung AG: Bundesgerichtshof bestätigt Zuständigkeit deutscher Gerichte


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MWB Vermögensverwaltung AG: Bundesgerichtshof bestätigt Zuständigkeit deutscher Gerichte


Kapitalanleger, die ihr Geld bei der MWB in der Schweiz angelegt haben, können sich freuen: Ihre Klagen sind von den deutschen Gerichten zuzulassen.

Ein Anleger hatte einen Vermögensverwaltungsvertrag bei der MWB AG abgeschlossen. Wie in vielen anderen Fällen war ein Vertreter der Gesellschaft zu ihm nach Hause gekommen und hatte ihm eine Geldanlage in der Schweiz schmackhaft gemacht. Der Anleger unterschrieb noch vor Ort und zahlte dem Vertreter eine nicht unerhebliche Auslandsbearbeitungsgebühr.

 

Einige Zeit später fuhr er in die Schweiz, um dort die Einzelheiten des Vertrages abzusprechen. Dabei unterzeichnete er weitere ?Vermögensverwaltungsverträge?. Der Trick: Die MWB hatte in diesen Verträgen eine sogenannte Gerichtsstandsklausel, wonach die Züricher Gerichte zuständig seien für Klagen. Dies bedeutet für den Anleger erhebliche Umstände, da er einen Rechtsanwalt in der Schweiz beauftragen muss, was u. U. erheblich teurer sein kann.

 

Einige Oberlandesgerichte, darunter auch Stuttgart, hatten angenommen, dass die deutschen Gerichte nicht zuständig seien: Die Gerichtsstandsklausel sei wirksam, außerdem sei der maßgebende Vertrag nicht in Deutschland, sondern in der Schweiz abgeschlossen worden.

 

Dieser Ansicht erteilte der Bundesgerichtshof jetzt eine Abfuhr. Schon der Vertragsschluss in Deutschland begründe die Zuständigkeit deutscher Gerichte, die anschließend nicht wieder ausgehebelt werden könne.

 

Stellungnahme der Kanzlei Göddecke

Der Bundesgerichtshof hat richtigerweise den Vertragsschluss in Deutschland angenommen. Es kann nicht sein, dass Gesellschaften Anleger zuerst vertraglich binden, dann ins Ausland locken und so die deutsche Gerichtsbarkeit vermeiden. Dies widerspräche den Verbraucherschutzstandards, die auch in dem Vertrag zwischen Deutschland und der Schweiz Eingang gefunden haben. Anlegern kann daher nur geraten werden, Ihre Ansprüche geltend zu machen.

 

Quelle: Bundesgerichtshof (BGH), Urteil vom 05. Oktober 2010, VI ZR 159/09

 

22. November 2010 (Rechtsanwältin Jutta Krause)

 

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MWB Vermögensverwaltung AG Zürich / Appenzell


Nachdem die Kanzlei Göddecke seit dem Jahr 2007 zahlreiche ? auch obergerichtliche ?Urteile gegen die MWB erstritten hat, bestehen weiterhin gute Chancen für geschädigte Anleger, ihre Schadensersatzansprüche in Deutschland erfolgreich durchzusetzen.

Zuletzt verurteilten das Landgericht München I mit Urteil vom 29.10.2009 und das Landgericht Karlsruhe mit Urteil vom 29.01.2010 die MWB Vermögensverwaltung AG zu vollumfänglichem Schadensersatz. Die MWB musste den Anlegern sämtliche geleistete Einzahlungen sowie entgangenen Gewinn erstatten. In einigen Fällen konnten auch vergleichsweise Einigungen mit der MWB erzielt werden. Hiernach verpflichtete sich die MWB, einen Großteil des erlittenen Schadens der Anleger zu ersetzen.

Die Pflichtverstöße der MWB sind vielgestaltig. So war die MWB in Deutschland ohne die erforderliche Erlaubnis der BaFin tätig. Bereits hieraus resultiert ein Schadensersatzanspruch geschädigter Anleger.

Darüber hinaus hat die MWB in der Mehrzahl der Fälle den Kapitalanlegern pflichtwidrig Lebensversicherungsverträge vermittelt. Die Anleger hatten hiervon oftmals keine Kenntnis oder erlangten diese erst nach Abschluss der Versicherung. Dies war von der MWB offenbar auch beabsichtigt. So wurden die Versicherungsanträge etwa verschleiernd als sog. ?Schweizer Sicherheitspaket für den Mittelstand? bezeichnet. Entgegen den Wünschen der Anleger wurden durch die Lebensversicherungen jährlich steigende Zahlungspflichten begründet. Die versprochene Rendite war mit den Lebensversicherungen ebenfalls nicht zu erzielen. Im Gegenteil, erweist sich die Vielzahl der Versicherungen als für die Anleger verlustreich.

Weiterhin hat die MWB unverhältnismäßig hohe Gebühren vereinnahmt. Das Landgericht Karlsruhe hat bestätigt, dass die MWB ihre Anleger über diese Kosten umfangreich hätte aufklären müssen.

Geschädigten Anlegern ist dringend zu empfehlen, anwaltlichen Rat einzuholen ? die Chancen für die Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen stehen im Einzelfall gut!

05. April 2010 (Katharina Viethen)

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FIDIUM AG: Bundesverwaltungsgericht bestätigt Untersagung des Geschäftsbetriebs


Das Bundesverwaltungsgericht bestätigt die Rechtsprechung, dass Schweizer Finanzdienstleister nicht auf den deutschen Markt dürfen, sofern sie sich nicht der Deutschen Finanzaufsicht unterstellen. Anlegern können hierdurch Schadensersatzansprüche zustehen.

Die Fidium AG ist eine Aktiengesellschaft Schweizer Rechts mit Sitz und Hauptverwaltung in St. Gallen. Sie vergab über inländische Kreditvermittler sowie per Internet Kredite an deutsche Verbraucher. Gegen diese Kreditvergabe ist die Deutschen Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eingeschritten, da die Fidium AG sich nicht der deutschen Finanzaufsicht unterstellt hat und keine Erlaubnis in Deutschland für das Betreiben des Kreditgewerbes besaß. Hiergegen hatte sich die Fidium AG gerichtlich gewehrt. Nach langer gerichtlicher Auseinandersetzung, bei der sogar der Europäische Gerichtshof eingeschaltet worden war, hat das Bundesverwaltungsgericht nunmehr entschieden.   Das Bundesverwaltungsgericht hat die Einstellungsverfügung der Aufsichtsbehörde bestätigt und die Klage der Fidium AG abgewiesen. Eine Erlaubnispflicht bestehe in Deutschland für die Schweizer Gesellschaft, da sie sich im Rahmen der Geschäftsanbahnung zielgerichtet an den Deutschen Markt gerichtet habe. Hierbei komme es nicht darauf an, ob die Gesellschaft eine pysische Präsenz in Deutschland hat. Eine Erlaubnispflicht kann auch im Wege des grenzüberschreitenden Dienstleistungsverkehrs bestehen. Das Gericht stellte zudem unmissverständlich klar, dass nicht nur rechtsgeschäftliches Handeln im Inland eine Erlaubnispflicht begründen kann, sondern alle wesentlichen zum Vertragsschluss hinführenden Schritte.   Stellungnahme der Kanzlei Göddecke Das Urteil des Bundesverwaltungsgericht schafft Rechtssicherheit. Ausländische Finanzdienstleister, insbesondere aus der Schweiz, waren lange Zeit der Ansicht, im Wege der Grenzüberschreitung in Deutschland ihre Finanzgeschäfte anbieten zu können, ohne einer Erlaubnis zu bedürfen. Dieser Weg ist nun abgeschnitten.   Anleger können sich über dieses Urteil freuen, da im Falle eines Bankgeschäftes ohne Erlaubnis Schadensersatzansprüche bestehen können. Dies wurde in Klagen, die die Rechtsanwälte der KANZLEI GÖDDECKE geführt haben, bereits gerichtlich bestätigt.  

Quelle: Bundesverwaltungsgericht (BVerwG), Urteil vom 22.04.2009, Az. 8 C 2.09  

09. Juli 2009 (Rechtsanwalt Patrick J. Elixmann, LL.M.)   

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:: Fidium AG: Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht setzt sich gegenüber ausländischem Finanzdienstleister durch

:: Europäische Anleger werden vor Finanzdienstleistern mit Sitz außerhalb der Europäischen Gemeinschaft geschützt
Wegweisendes Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH)

:: MWB Vermögensverwaltung AG: Deutsche Anleger kein Freiwild für Schweizer Finanzhaie

:: Swiss Financial Partners AG (SFP): Vermögensverwalter ohne Erlaubnis?
 
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MWB Vermögensverwaltungs AG: Obergericht erteilt MWB eine Abfuhr


Ein weiteres Obergericht hat eine erstinstanzliche Entscheidung zulasten der MWB vollumfänglich bestätigt. Der Schweizer Vermögensverwalter muss dem Anleger sämtliche Einzahlungen nebst Auslandsbearbeitungsgebühr und entgangenem Gewinn erstatten.

Das an dieser Stelle bereits besprochene Urteil des Landgericht Landshut (LG Landshut) vom 16.05.2008, in dem die MWB zum Schadensersatz verurteilt wurde, ist vom Oberlandesgericht München (OLG München) bestätigt worden.

 

Auch die Münchener Richter sahen es als erwiesen an, dass eine Schweizer Vermögensverwaltung auf Deutschem Bundesgebiet nur mit der hierzu erforderlichen Erlaubnis tätig werden darf.

 

Das OLG wies zudem deutlich darauf hin, dass für die Streitigkeit das Gericht am Wohnsitz des Anlegers ? und damit ein deutsches Gericht ? für die Klage zuständig sei. Daran ändere auch die oftmals seitens der MWB verwendete Gerichtsstandsvereinbarung für die Schweiz nichts. Auch völkerrechtliche Vereinbarungen stehen der Schadensersatzpflicht der MWB aufgrund der fehlenden Erlaubnis nicht entgegen, da solche Vereinbarungen ohne Umsetzung ins deutsche Recht nicht unmittelbar anwendbar sind.

 

Das OLG München stellt weiterhin fest, dass ein Anleger nicht damit rechnen muss, dass eine Schweizer Vermögensverwaltung, die ihn in Deutschland aufgesucht hat, nicht über eine entsprechende Erlaubnis verfügt. Damit ist der Taktik der MWB, die ihren Anlegern hieraus oftmals ein Mitverschulden anlasten wollte, eine deutliche Absage erteilt worden.

 

Stellungnahme der Kanzlei Göddecke

Nach dem durch die kanzlei göddecke errungenen Sieg vor dem OLG Dresden hat sich nun ein weiteres Obergericht deutlich gegen die Machenschaften der MWB ausgesprochen. Damit gewinnen geprellte Anleger an Rechtssicherheit, um ihre Ansprüche gegen den Schweizer Vermögensverwalter durchzusetzen. Gern stehen wir Ihnen für die Beratung und die Durchsetzung Ihrer Ansprüche zur Verfügung.

 

Quelle: Oberlandesgericht München (OLG München), Urteil vom 17.12.2008

 

                                                                           23. März 2009 (Rechtsanwalt Patrick J. Elixmann)

 

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MWB Vermögensverwaltungs AG: Anleger erstreiten weitere Urteile zu ihren Gunsten

 

 

 


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MWB Vermögensverwaltungs AG: Weiterer Erfolg gegen die angeblichen ?Vermögensver-walter?


Einmal mehr wurde die Schweizerische Vermögensverwaltung MWB zur Schadensersatzzahlung verurteilt.

Das Landgericht Mosbach (LG Mosbach) verurteilte die MWB dazu, einem Anleger Schadensersatz in Höhe seiner geleisteten Einzahlungen sowie entgangenen Gewinn hierauf zu zahlen.

 

Auch der Kläger dieses Verfahrens hatte ? wie so viele andere ? das sog. ?Schweizer Sicherheitspaket für den Mittelstand im Anspar- und Anlageprogramm (SSPA)? abgeschlossen. Er ging dabei aufgrund der Irreführung durch die MWB davon aus, dass mit diesem Programm sein Vermögen verwaltet würde. Erst Jahre später erkannte der Kläger, dass seine gesamten Einzahlungen für eine Lebensversicherung sowie horrende Kosten und Gebühren verwendet wurde.

 

Das LG Mosbach bescheinigte der MWB einmal mehr, dass eine solche, angeblich vermögensverwaltende Tätigkeit eines Schweizer Unternehmen auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland ohne entsprechende Genehmigung nicht erlaubt ist. Allein deshalb ergab sich eine Schadensersatzpflicht der MWB. Das Gericht stellte zudem fest, dass ein Anleger auch nicht damit rechnen müsse, dass ein Schweizer Unternehmen über keine derartige Erlaubnis verfügt.

 

Die MWB muss alle geleisteten Einzahlungen sowie die bei Vertragsabschluss stets vom Anleger zu zahlende sog. Auslandsbearbeitungsgebühr zurückerstatten. Ebenso muss sie entgangenen Gewinn leisten. Darüber hinaus wurde die MWB auch zur Erstattung der Anwaltskosten des Klägers verurteilt, die dieser im Vorfeld der Klage verauslagt hatte.

 

Stellungnahme der Kanzlei Göddecke

Ein weiteres Urteil zu Lasten der MWB zeigt, dass es sich lohnt, seine Ansprüche gegen die Schweizer Vermögensverwaltung durch spezialisierte Anwälte prüfen zu lassen. Die Kanzlei göddecke hat durch die Betreuung zahlreicher MWB-Anleger große Erfahrungswerte mit diesen Verfahren. Gern prüfen wir Ihren konkreten Einzelfall und beurteilen die Erfolgsaussichten.

 

Quelle: Landgericht Mosbach (LG Mosbach), Urteil vom 09.01.2009 (nicht rechtskräftig)

 

                                                                           23. März 2009 (Rechtsanwalt Patrick J. Elixmann)

 

 

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